Zitationsvorschlag für Schlüsseltext: Dietze, Gabriele / Haschemi Yekani, Elahe / Michaelis, Beatrice: Queer und Intersektionalität. URL: www.portal-intersektionalität.de [Datum Zugriff]

Queer und Intersektionalität

 

von Gabriele Dietze, Elahe Haschemi Yekani und Beatrice Michaelis

 

1. Queer Theory und Intersektionalität

Das Verhältnis von Queer Theory und Intersektionalität ist trotz augenfälliger Ähnlichkeiten beider Denkfiguren ein kompliziertes. Während beide Ansätze über die kritische Analyse multipler und konfligierender Kategorisierungsprozesse zusammenfinden (sollten), werden sie immer wieder durch eine doppelte Leerstelle getrennt: erstens der relativen Abwesenheit von Sexualitäten in der Theoretisierung von Intersektionalität in den Gender Studies und zweitens einem langen Schweigen zu Intersektionalität in einer eher Weißen Genealogie der Queer Theory. Zum ersten Punkt wird als Hypothese angenommen, dass in den Gender Studies Sexualitäten an die Queer Theory als ‚alliiertem Paradigma‘ delegiert werden. Sabine Hark zeigt queer als das Verdrängte und doch Anwesende (sie spricht von der „Präsenz einer Absenz“ (2005a, 294)) im Feminismus auf, in dem sich eine Auseinandersetzung mit Sexualität und Heteronormativität simultan ein- und wieder ausschließen lässt (vgl. 2005b, 299; vgl. auch Kilian 2011, die das produktive Spannungsverhältnis von Gender Studies und Queer Theory unterstreicht). Intersektionalität scheint hier die Möglichkeit einer Abwehr von Sexualität zu bieten – einen theoretischen Raum, der die Verdrängung der eigenen heteronormativen Position des Mainstream-Feminismus zulässt.

Queer Theory hat als Perspektivierung auf Normkritik und Destabilisierung von Kategorien lange versucht, Intersektionalitätspositionen wie race, Klasse und Nation zu umgehen, weil sie herrschaftsasymmetrische Binaritäten als mögliche Felder von Identitätspolitik vermeiden wollte. Seit mehr als zehn Jahren haben der Einfluss von Postcolonial, Critical Race, Critical Whiteness und Transnational Feminist Theories beide Bereiche in Bewegung gebracht und Queer of Color und Queer Diaspora Critique sowie Queer Disability und Transgender Studies haben diese theoretische Reserve aufgebrochen und damit einer latent intersektionalen Verstehensweise von queer zu einer konkreten Manifestation verholfen.

Ziel unserer Ausführungen ist es, Queer Theory und Theorien der Intersektionalität füreinander als jeweilig korrektive Methodologie zu begreifen. Von einem solchen Dialog ist eine produktive Destabilisierung beider Theorien zu erwarten. Zum einen: Queer Theory kann den implizit vergegenständlichenden Effekt der Anrufung durch Kategorien per se und ihre Fixierung auf machtasymmetrische Binaritäten wie Weiß/Schwarz, männlich/weiblich, hegemonial/subaltern in Intersektionalitätsansätzen untergraben. Zum anderen: Intersektionalitätsansätze ermöglichen es, die Ko-Präsenz und Simultaneität sowie die Widersprüchlichkeiten von unterschiedlichen Subjektivierungen und Positionalitäten in die Queer Theory hineinzutragen. Im Folgenden soll dieses Spannungsverhältnis von Intersektionalität und Queer Theory ausgelotet werden. Dabei werden wir aufgrund der im Internetportal breit dokumentierten Geschichte von Ansätzen der Intersektionalität1 hier zunächst die Queer Theory ausführlicher einführen.

 

2. Entstehungsgeschichte(n) der Queer Theory

Das englische Wort queer meint wörtlich ‚schräg‘ oder ‚seltsam‘ und hatte und hat im englischsprachigen Raum noch immer breite Verwendung als Schimpfwort für Homosexuelle. In Aktivismus und Theorie erfolgt seit Anfang der 1990er Jahre eine Resignifikation dieses negativ konnotierten Begriffs. Die Bezeichnung queer ist zudem nicht mehr ausschließlich als Kurzform für ‚schwul/lesbisch‘ zu verstehen, vielmehr interveniert der Begriff in binarisierte Sichtweisen und verweist auch auf andere marginalisierte Positionen von Sexualität und Geschlecht – darunter Transgender, Transsexualität und Intersexualität.

Innerhalb der Queer Theory werden Gender und Sexualität nicht als ‚natürlich‘, sondern als Produkte von intersektionalen Konstruktionsprozessen verstanden. Queer Theory distanziert sich somit von dem Konzept, unter dem Label einer Identität einen ‚Platz in der Mitte der Gesellschaft‘ einzufordern. Eher geht es darum, Identitätskategorien wie ‚schwul’ und ‚lesbisch‘ (und damit auch Heterosexualität als Identität) in ihrer (vermeintlichen) Kohärenz infrage zu stellen und Normalisierungsvorgänge sowie spezifische Herrschaftsformationen wie Heteronormativität zu analysieren. Morland und Willox stellen fest: „It was a strategy, not an identity. Put differently, the message of queer activism was that politics could be queer, but folk could not“ (Morland/Willox 2005, 2). Queer sollte eher als Verb im Sinne eines ‚queeren/queerings‘ oder als Praxis der Veruneindeutigung von etwas verstanden werden, weniger als ein Identitätslabel analog zu heterosexuell oder homosexuell. Queere Interventionen stehen somit für die Aufdeckung multipler Begehrenskonstellationen jenseits der Binarismen homo/hetero und Mann/Frau.

Infolge dieser queeren Interventionen wurde das Konzept der Heteronormativität auch in den Geschlechterstudien zu einem wichtigen Instrumentarium. Vor allem die Arbeiten von Judith Butler (z.B. Gender Trouble (1999 [1990]), Bodies That Matter (1993)) haben die Analyse von Heteronormativität als jenem machtvollen System, das kulturelles und anatomisches Geschlecht sowie Reproduktionsweise in eines setzt und mit dem Dogma gegengeschlechtlichen Begehrens Heterosexualität als natürlich erscheinen lässt, vorangetrieben. Der identitätskritische Ansatz innerhalb der Queer Theory hat aber auch immer wieder zu Kritik und Diskussionen geführt, die auf der Notwendigkeit beharren, im Namen von Transgendern, Lesben und Schwulen oder Intersexuellen Rechte einzufordern. Da queer nie durch eine Definition ausreichend abgedeckt sein wird, verweist auch Butler auf die Notwendigkeit, identitätspolitische Begrifflichkeiten wie ‚Frau‘, ‚schwul‘ etc. zu verwenden, um wichtige Rechte für sich zu reklamieren. Dies sollte jedoch unter der bewussten Problematisierung dieser Begriffe und ihrer gegenseitigen Bedingtheit (Interdependenz, Intersektionalität) geschehen (vgl. Butler 1993, 223-242).

Insgesamt lassen sich verschiedene Entstehungsgeschichten der Queer Theory nachzeichnen. Der US-amerikanische AIDS-Aktivismus der frühen Neunziger Jahre, insbesondere die ACT-UP-Bewegung, die den Slogan „Silence = Death“ prägte, thematisierte und bekämpfte die fatale Unsichtbarmachung der als nichtbetrauerbar Empfundenen (zu Beginn vor allem schwulen Opfer) der sogenannten AIDS-Epidemie, die von der konservativen Reagan-Administration ignoriert wurden (vgl. Warner 1993; Crimp 2002). Zusätzlich gab es Aktionen wie queere Kiss-Ins, bei denen vorstädtische Malls – also Einkaufszentren – besetzt wurden und queere Aktivist_innen durch öffentliches Küssen und den Slogan „we are here, we are queer, get used to it“ provozierten. Theoretikerinnen wie etwa Gayle Rubin (1975 und 1993) oder Eve Kosofsky Sedgwick (1993) haben zudem früh ein Vokabular für die kritische Analyse sexueller Politiken formuliert. Es lassen sich aber auch im lesbischen Feminismus von Monique Wittig (1992) oder Adrienne Rich (1993) und auch bei Teresa de Lauretis (1991) wichtige Impulse für die Kritik an Heteronormativität identifizieren, die für die Queer Theory zentral wurden.

Für ein Aktivismus- und Forschungsparadigma Queer und Intersektionalität sind die Impulse der Rassismus-Kritik von Women/Lesbians of Color wie Audre Lorde (1984), Gloria Anzaldúa (1987) oder dem Combahee River Collective (1981) von großer Bedeutung. Sie haben immer wieder auf die Verwobenheit von Sexualität mit anderen Kategorien wie Geschlecht, race, Klasse oder Alter hingewiesen, an die die jüngsten Arbeiten der Queer of Color Critique wieder anknüpfen.

 

3. Queere Epistemologie

Einer der wichtigsten Momente von queeren Analysen ist die Potenz zur Dekonstruktion und Destabilisierung von Kategorien. Dies wird erleichtert durch die Fokussierung auf Sexualität, die hier mehr als abweichende ‚Praxis‘ als im Register von ‚Identität‘ gelesen wird (vgl. Foucault 1998) und damit viele Probleme einer so genannten Identitätspolitik umgeht. Diese produktiven Interventionen werden allerdings nicht immer von einer ähnlich wirkungsvollen Machtanalyse begleitet. So sieht sich Queer Theory etwa wiederholt der Kritik ausgesetzt, Perspektiven Weißer schwuler Männer zu privilegieren und somit eigenen Ansprüchen der Inklusivität und Komplexität nicht gerecht zu werden.

Erste Veränderungen aus der Perspektive der Queer Theory wurden 1997 in dem Band „Queer Transexions of Race, Nation, and Gender“ (einer Sonderausgabe der Zeitschrift Social Text) durch Beeinflussung von Postcolonial und Critical Race Theory programmatisch angedeutet. Queer wird hier bestimmt „as a point of departure for a broad critique that is calibrated to account for the social antagonisms of nationality, race, gender, and class as well as sexuality“ (Harper/McClintock et al. 1997, 3). So wie danach gefragt worden ist, ob Gender als intersektionale/interdependente Kategorie verstanden werden sollte, haben nun auch die queeren Theoretiker_innen Judith Jack Halberstam, José Esteban Muñoz und David Eng die Möglichkeit erörtert, ob Sexualität – sozusagen die Domäne der Queer Studies – nicht ohnehin schon intersektional zu denken sei:

„The contemporary mainstreaming of gay and lesbian identity […] demands a renewed queer studies ever vigilant to the fact that sexuality is intersectional, not extraneous to other modes of difference, and calibrated to a firm understanding of queer as a political metaphor without a fixed referent.“ (Eng/Halberstam et al. 2005, 1)

Dabei sind auf Seiten der Queer Theory zentrale Figurationen wie disidentification (Muñoz 1999) oder – in Anlehnung an Deleuze und Guattari – queer assemblages (Puar 2007 und in Auszügen in deutscher Übersetzung 2009) entfaltet worden, die Intersektionalitätsansätze produktiv differenzieren können. Exemplarisch für die nach wie vor virulenten Debatten um die Bedeutung einer solchen Kritik in der Queer Theory, die damit nicht zuletzt ein Schlaglicht auf die zum Teil noch unzureichende Durchdringung queerer Wissensproduktion mit intersektionalen Ansätzen werfen, ist die Diskussion zur sogenannten „antisocial thesis“2 , die etwa seit Beginn der 2000er Jahre – beschleunigt durch Lee Edelmans No Future. Queer Theory and the Death Drive (2004) und Judith Jack Halberstams In a Queer Time and Place (2005) – im anglo-amerikanischen Raum geführt wird (vgl. hierzu auch Haschemi Yekani/Kilian/Michaelis 2012).

Interessant an der „antisocial thesis“ ist der affirmative Bezug auf eine normbrechende Negativität.3 Unbenommen werden damit bestimmte Formen der Subjektivierung und Vergesellschaftung aufgebrochen – Heteronormativität, besonders aber Generativität und Verwandtschaftssysteme. Machtfelder jenseits von Sexualität und Familiarität wie Weißsein, Bewohner_innenschaft der nordwestlichen Hemisphäre und Mittelklassepositionierung dage-gen geraten systematisch aus dem Blick.

Lee Edelman sagt z.B. früherer Sterblichkeit durch AIDS oder Nichtweiterleben in Kindern, wie es der „reproduktive Futurismus“ imaginiert, den Kampf an. Er wendet sich gegen die symbolischen Aufladungen des KINDES4 und entwickelt damit eine dezidiert antisoziale, gegenwarts- und nicht zukunftsorientierte Destruktivität und Position der Antiassimilierung, die in einem – zu feiernden – „queer death drive“ kulminiert. Judith Jack Halberstam und andere werfen Edelman vor, damit ein eskapistisches Gedankenexperiment, nicht aber eine politische Strategie vorgeführt zu haben. Es ist sicher kein Zufall, dass Widerspruch zur „antisocial thesis“ von Seiten der Queer of Color und Queer Diaspora Critique kommt. José Esteban Muñoz z.B. betont in einer Antwort an Edelman die Realexistenz von „queer collectivity“ und ihrer politischen Potenz. Gelebte Kollektivität sieht er besonders – aber nicht ausschließlich – in Positionen intersektionaler Diskriminierung realisiert. Eine vorsichtige Formulierung von queerer Utopie stützt er mit Ernst Blochs Konzept des „Prinzip Hoffnung“ ab, als Horizont einer über die Gegenwart hinausragenden Ausrichtung. Weißen Queer-Avantgarde-Theorien wie der „antisocial thesis“ wirft er Präsentismus – im Sinne eines reduktiven Gegenwartsbezugs – und eine Liebesgeschichte mit der Negativität vor (in: Caserio/Dean et al. 2006, 825f. und 2009), eine epistemologische Position der negativen Individualität qua Doppelung von Fremd- und Selbstausschluss.


4. Interdependente Epistemologie

Gender Studies oder Postcolonial und Critical Race Theory aus dem Feld der ethnischen oder lokalen Intersektionalität arbeiten mit anderen Instrumenten der Machtkritik. Zum einen werden sie durch die difference within herausgefordert, wie die Gender Studies durch den Schwarzen und/oder Transnationalen Feminismus, was zu einem Prozess reaktiver Selbstkritik und Neumodellierung geführt hat. Zum anderen generiert die notwendige Analyse von machtasymmetrischen Binarisierungen – Mann/Frau, Weiß/Schwarz, hegemonial/subaltern – und des inhärenten Universalisierungsprozesses auch ihr Gegenteil, nämlich Genres der Hegemonieselbstkritik (Dietze 2008). Theoretische Modelle wie Masculinity Studies und Critical Whiteness Studies sind aus dieser innertheoretischen Einsicht, der Existenz unmarkierter hegemonialer Aspekte innerhalb kritischer Positionen, entstanden. Diese selbstreflexive Voreinstellung – in der feministischen Theorie auch durch eine ältere Tradition der Standpoint-Theorien (vgl. Collins 1990; Hartsock 1998) oder Theorien „situierten Wissens“ (Haraway 1991) repräsentiert (vgl. Palm in Walgenbach et al. 2007) – setzt Intersektionalität sozusagen ‚natürlich‘ auf die Agenda.

Zu den produktiven Synthesen von Kritik und Selbstkritik gehören theoretische Modelle wie die – hier bereits mehrfach erwähnten – Transnational Feminism und Feminist Postcolonial Studies, die ansetzend an den Interventionen von Gayatri Chakravorty Spivak, die die prekäre Sprechsituation ‚subalterner‘ Frauen thematisiert, die zwar sprechen, aber nicht gehört werden (1988 und 1999), und von Trinh T. Minh-ha (1989 und 1991), die sich gegen das ‚Sprechen über nicht-westliche Frauen‘ von Weißen Wissenschaftler_innen verwahrt, zu einem kritischen Intersektionalitätsansatz beitragen konnten. Anne McClintock spricht – einen additiven Ansatz von race, Klasse, Gender und Lokalität vermeidend – von den jeweiligen Kategorien als bereits (durch die jeweilig anderen) „artikuliert“ (McClintock 1995, 5).

 

5. Synergien

Mit dem Augenmerk auf Ungleichheitsverhältnisse lassen sich sowohl Differenzen als auch potentiell produktive ‚Synergien‘ zwischen Queer Theory und Intersektionalität beschreiben. Weder Intersektionalität noch Queer Theory können dabei als festgeschriebene Methoden oder Disziplinen verstanden werden, sondern eher als Perspektiven auf ein spezifisches Material. Wendy Brown gibt zu bedenken:

„Disziplinen gründen auf notwendigen Ausschlüssen und zugleich auf Illusionen über die Stabilität und Eingrenzbarkeit ihrer Untersuchungsgegenstände. Aber mit dem Versuch, ihre Grenzen zu sichern, ein exklusives Forschungsfeld abzustecken und ihr Unter-suchungsobjekt zu fixieren, sind die meisten Disziplinen in eine Krise geraten.“ (Brown 2006, 131)

Es ist also nicht zufällig, wenn sich sowohl Queer Theory als auch Intersektionalität eher als transdisziplinäre Forschungsperspektiven denn als eigenständige Disziplinen beschreiben lassen, die die Krisen monadischer Disziplinen produktiv ausnutzen und theoretisieren.

Ganz allgemein lässt sich konstatieren, dass beiden Ansätzen gemeinsam ist, komplexe Diskriminierungspraktiken in simultaner Wirkungsweise zu analysieren und Wege des Widerstands aufzuzeigen. Dabei kommt es darauf an, eine machtvermeidende (Frankenberg spricht von „power evasiveness“ (1993, 14)), unproduktive Form der Hierarchisierung zwischen Kategorien zu umgehen, die zustande kommt, wenn Diskriminierungen additiv aneinandergereiht werden. ‚Addieren‘ kann man nur, was zuvor als ‚rein‘ vorausgesetzt wurde, z.B. über die Vorstellung, dass Gender race-neutral ist und race Gender-neutral (vgl. Spelman 1988). Wenn man z.B. proklamiert, Nachteile für Frauen und Schwarze beseitigen zu wollen, werden Schwarze Frauen deshalb systematisch ausgeschlossen, weil implizit Frauenemanzipation als Weiß und race-Emanzipation als männlich gesetzt werden.

Intersektionalität ist in den letzten Jahren in der deutschsprachigen Geschlechterforschung zwar zu einer prominenten Erkenntnisperspektive avanciert, jedoch oft unter der Absenz der ‚Kategorie‘ Sexualität. Meist privilegieren diese Untersuchungen die Trias Gender, race, Klasse (z.B. Cornelia Klinger (2001), Gudrun-Axeli Knapp (2005), Sabine Hess, Nikola Langreiter und Elisabeth Timm 2011), während Sexualität unerwähnt bleibt bzw. nur am Rande und ohne Konsequenz für die Überlegungen bemerkt wird. Gabriele Winker und Nina Degele (2009) schlagen vor, neben diesen Kategorien auch ‚Körper‘ als zusätzliche Komponente produktiv zu machen, was aber unter anderem mit Blick auf das analytische Zusammenfallen von Geschlecht und Sexualität nicht immer überzeugen kann.

Andererseits hat Kritik an und Selbstkritik in der Queer Theory vielfach auf die Gefahr hingewiesen, Sexualität als die prägende Differenz-Achse zu setzen und damit andere Kategorien sozialer Stratifikation aus dem Blick zu verlieren (vgl. Butler 2006). Deutschsprachige Versuche, beides zu leisten, nämlich eine kritische Analyse von Gender und Sexualität in ihrer jeweiligen Wirkungsweise, aber auch in ihrer Verschränkung, finden sich z.B. in queer-feministischen Zugängen (vgl. z.B. Engel 2002 und 2009; Schlichter 2003; Hark 2005a).

Das Herausgeber_innen-Kollektiv der femina-politica-Ausgabe zu „Queere Politik: Analysen, Kritik, Perspektiven“ (2005), schlägt daher vor, von Herrschaftsverhältnissen zu sprechen, die interagieren bzw. einander durchkreuzen: „Gerade wegen ihrer Kritik an Identitäts- und Ausschlusslogiken sind Queer-Ansätze geeignet, eine sich durchkreuzende Komplexität von Herrschaftsverhältnissen zu problematisieren“ (Engel/Schulz/Wedl 2005, 10). Dabei wird Heteronormativität als „herrschaftskritische Kategorie“ gefasst, ohne dass Sexualität zum „Ausgangs-“ oder „Mittelpunkt der Analyse“ wird. Vielmehr soll ihre „konstitutive Wirksamkeit für Subjektivität und Soziales sichtbar“ werden (Engel/Schulz/Wedl 2005, 11-12).

In der internationalen Diskussion sind inzwischen eine Reihe von Feldern queeren/intersektionalen Denkens wie Queer Disability oder Crip (McRuer 2006; Raab 2007), Queer Jewish (Boyarin/Itzkowitz/Pellegrini 2003) und Transgender Studies (Hines 2006 und 2010; Stryker/Whittle 2006) kartiert worden. Auch die Kategorie der sozialen Klasse wurde sinnvoll gequeert (Hennessy 2006 und 2010), insbesondere Momente der ‚Rassisierung‘ von ‚Unterschichten‘, z.B. in Bezeichnungen wie der ‚welfare queen‘ (Cohen 2005). In der deutschsprachigen Diskussion hat sich im Kontext der von Lisa Duggan (2002) maßgeblich konturierten Debatte um Homonormativität5 eine queere Gouvernementalitätskritik entwickelt (Pühl/Wagenknecht 2001; Groß/Winker 2007; Engel 2009).

Im Folgenden soll nun aber an Beispielen aus den Feldern Queer Diaspora und Queer of Color Critique Themen und theoretische Möglichkeiten einer Verbindung von Queer Theory und Intersektionalität erläutert werden.

 

6. Beispielhafte Anschlüsse: Queer of Color und Queer of Diaspora Critique

Die meisten Queer of Color Interventionen beziehen sich auf den Schwarzen bzw. Women of Color Feminismus und schließen damit ausdrücklich an Intersektionalitätsvorstellungen an. Roderick Ferguson betont aber, dass Intersektionen keine ‚Identitäten‘ verhandeln, sondern „messy, chaotic, and heterodox“ (Ferguson 2005, 66) multiple Vielschichtigkeiten darstellen. José Esteban Muñoz hat mit dem Begriff disidentification, den auch Ferguson übernimmt, eine Strategie benannt, solche ‚messy‘ Überschneidungen sowohl zu beschreiben als auch produktiv einzusetzen. Danach bedienten sich viele Diskriminierte einer ‚taktischen Anerkennung‘ der sie betreffenden rassisierenden und/oder homophoben Anrufungen, indem sie sozusagen das, was sie sein sollen, übertrieben aufführen und damit den Versuch, sie über repressive Normalisierung einzuschüchtern, zurückspiegeln.

Ein wichtiges Feld von Queer of Color und insbesondere von Queer Diaspora Critique ist die Auseinandersetzung mit einem so genannten „Homonationalismus“ (Puar 2007), der unreflektierte Weiße/okzidentalistische (Dietze 2009) Positionen in queeren Communities beschreibt und kritisiert. Dieser basiert darauf, die zunehmende Akzeptanz sexueller Minderheiten in westlichen Staaten als Zivilisationsüberlegenheit – von Puar auch „sexueller Exzeptionalismus“ genannt – gegenüber angeblich weniger aufgeklärten, insbesondere muslimischen Gesellschaften zu interpretieren. Jin Haritaworn hat Jasbir Puars Thesen für eine Kritik an Teilen der deutschen Weißen Schwulenbewegung fruchtbar gemacht, die sich einem migrationsfeindlichen Rassismus mit einer Polemik gegen die Figuration eines angeblich ‚homophoben Migranten‘ anschließen (2009).

Innerhalb des Feldes von Migration und Rassismus ist auch die Queer Diaspora Critique angesiedelt. Eine wichtige Dimension dieses Ansatzes besteht darin, homogenisierenden Theorien der Globalisierung zu widersprechen. Martin F. Manalansan z.B. untersucht die sexuellen Praktiken philippinischer Hausmädchen und stellt fest, dass es nicht einfach zu einer Modernisierung oder Verwestlichung der sexuellen Codes kommt, sondern dass sich „synkretistische“ Formen zwischen den mitgebrachten ‚traditionellen‘ und den westlichen Anforderungen bilden (Manalansan 2006, 230). Seine besondere Aufmerksamkeit gilt hier Forschungen aus den Gender Studies, die sich auf die Kritik einer „chain of care“ (vgl. auch Hochschild/Ehrenreich 2004) konzentriert haben – die Filipina versorgt die Kinder der Nordeuropäerinnen, vernachlässigt dabei die Ihren zu Hause und lässt sie in der Obhut armer Verwandter. Diese Forschung übersehe systematisch erstens, dass die Hälfte der Filipinas Singles sind, zweitens, dass diese eine eigene Begehrensstruktur mit ihrem neuen Land verbindet, drittens, dass viele Väter zu Hause die Kinder versorgen und damit heimatliche Gender-Regimes transformieren und viertens dass das Phantasma der philippinischen „servants of globalization“ inzwischen viele Männer in Versorgungsjobs gebracht hat, u.a. eine große Anzahl homosexueller Männer in den USA als Krankenpfleger beschäftigt sind. Aus der Queer Diaspora Critique kommt damit ein starker Impuls, Sexualität und Migrationsforschung zusammenzudenken und Migrierende nicht einfach als begehrenslos und heterosexuellen Normen Unterworfene zu denken (vgl. auch Luibhéid 2004; Gopinath 2005).

 

7. Schlussbemerkung

Das bisher Beschriebene macht deutlich, dass die Felder von konstitutiven Ausschlüssen wie race, Klasse, Gender, Sexualität, Religion, Nation, (geopolitische) Lokalität, Alter, Befähigung etc. nicht immer gleichberechtigt im Spiel zu halten sind. Für bestimmte Fragestellungen werden auch immer bestimmte Differenzpunkte privilegiert werden müssen. Eine Perspektive queerer Intersektionalität oder intersektionaler Queerness kann aber dazu beitragen, zwei epistemologische ‚Korrektive‘ zu installieren, die jeweils die Normalisierungsarbeit (queer) und die Machtasymmetrie von Binaritäten (Intersektionalität) im Auge behalten. Eine solche Doppelbelichtung weist fast immer über das Fach hinaus und erfordert das Rezipieren von Theorieansätzen außerhalb disziplinärer Grenzen.

Das hier entfaltete Theoriekorpus intersektionalen Denkens dient als Mahnung, nicht in eine Queer Theory zu verfallen, die Sexualität als den ‚Hauptwiderspruch‘ versteht. Vielmehr sollte die Sexualisierung verschiedener vergesellschaftlichender Prozesse analysiert und sich in diesem Sinne der Herausforderung gestellt werden, „critically queer“ (Butler 1993) Forschung und Aktivismus zu betreiben, die sich gegen Regime hetero- und homonormativer Normalität wendet.

Was ist zu gewinnen, wenn Intersektionalität queer gelesen wird und queer intersektional? Im ersten Fall gelingt eine bestimmte Flexibilisierung zum Problem der Kategorisierung. Es wird dafür sensibilisiert, eine zeitliche Dimension in Rechnung zu stellen, d.h. Kategorien können auch nur für einen bestimmten Zeitraum gelten und dann wieder nicht – ein Umstand, der Identitätsansätze problematisierbar macht. Der Topos ‚Zeit‘ an sich kann unter bestimmten Umständen als hegemonial entziffert werden (Edelman 2004; Halberstam 2005). Sowohl bei queer als auch bei Intersektionalität sollte es sich also um Sichtweisen handeln, die mit einem Wissen um die Vielschichtigkeit und Temporalität von Subjektivierungsprozessen und Positionen operieren. Für die Queer Theory ereignet sich dies zunehmend in jenen Überlegungen, die auch die Komplizenschaft queer positionierter Akteur_innen in hegemonialen Machtprozessen in den Blick nimmt. Doch weder Intersektionalität noch Queer Theory werden diesen Voraussetzungen immer gerecht, gerade weil ihnen – so unsere These – die gegenseitige Beeinflussung fehlt.

Wenn queer intersektional gelesen wird, unterstützt es die Praxis, die Ko-Präsenz oder Simultaneität von Positionierungen in einem Individuum zu denken. Die Strukturähnlichkeit von Diskriminierung gegenüber nicht-normativen Körpern (queer, andersbefähigt, transgender) kann dabei produktiv gemacht werden. Eine Intersektionalisierung von Queer Theory hält dazu an, überindividuelle systemische Ungleichheiten durch Klasse, Lokalität, Arbeitsvermögen in Rechnung zu stellen, also Macht nicht nur in den Sphären der Repräsentation, sondern auch in den materiellen Verhältnissen anzusiedeln, aber sie dabei gleichzeitig als dynamisch und veränderbar zu begreifen.

 

Der Beitrag versammelt in zugespitzter und überarbeiteter Form Gedanken und Formulierungen, die sich in ausführlicher Form an anderer Stelle finden:

Dietze, Gabriele, Elahe Haschemi Yekani und Beatrice Michaelis. „‚Checks and Balances.‘ Zum Verhältnis von Intersektionalität und Queer Theory.“ Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität. Katharina Walgenbach, Gabriele Dietze, Lann Hornscheidt und Kerstin Palm. Opladen/Farmington Hills: Budrich, 2007 [2. durchgesehene Auflage 2012]. 107-139.

Haschemi Yekani, Elahe, Beatrice Michaelis und Gabriele Dietze. „‘Try Again. Fail Again. Fail Better.’ Queer Interdependencies as Corrective Methodologies.“ Theorizing Intersectionality and Sexuality. Hg. Yvette Taylor, Sally Hines und Mark E. Casey. Basingstoke/New York: Palgrave Macmillan, 2010. 78-98.

Haschemi Yekani, Elahe und Beatrice Michaelis. „Queer Theory.“ 2007. Gender@Wiki. <http://www.genderwiki.de/index.php/Queer>.

 

Anmerkungen

  1. Der Großteil unserer Ausführungen wird sich auf anglo-amerikanische Texte beziehen, da viele der diskutierten Paradigmen in der deutschen Forschung nicht sehr verbreitet sind. Wir verwenden deshalb meistens den Begriff Intersektionalität, weil wir ihn dort als intersectionality vorfinden. Daher wird auch der in der deutschen Diskussion sinnvoller Weise eingebürgerte Begriff der Interdependenz (vgl. Walgenbach et al. 2007), der eher ein prozessuales Voneinander-Abhängig-Sein thematisiert als einen Zugang über sections (Kategorien), ein wenig in den Hintergrund treten.
  2. Bereits 1995 hat Leo Bersani in Homos auf die „potentially revolutionary inaptitude – perhaps inherent in gay desire – for sociality as it is known“ (Bersani 1995, 76) hingewiesen. Debatten zur ‚Homo-Ehe‛, schwulen oder lesbischen Eltern und damit dem Bestreben, das Begehren des Staates zu begehren (vgl. Butler 2004, 102-130), zu Konsumbereitschaft und Medienpräsenz haben sich intensiviert und so einer queeren Gegenbewegung zu der pointierten Bezeichnung „antisocial thesis“ verholfen.
  3. Auch aus den Affect Studies kommen starke Impulse, negative Gefühle zu politisieren. So fordert z.B. Ann Cvetkovich dazu auf „to depathologize negative affects so that they can be seen as a possible resource for political action rather than its antithesis“ (2008, 460) (Vgl. auch Ahmed 2004; Berlant 2004, 2006 und 2008).
  4. Edelman schreibt „Child“, wenn er die symbolisch-diskursiv mit Hoffnung, Zukunft und Unsterblichkeit aufgeladene Figur des KINDES meint. Die Kapitalisierung versucht, diese Unterscheidung vom (empirischen) Kind in der Übersetzung beizubehalten.
  5. Zu begreifen als eine durchaus machtvolle Formation, das Begehren des Staates zu begehren, und dabei andere Formen queeren Lebens abzuwerten. Duggan definiert Homonormativität als „a politics that does not contest dominant heteronormative assumptions and institutions but upholds and sustains them“ (2002, 179). Im Zuge der Debatte um Homonormativität wird vor allem die sogenannte Homo-Ehe kritisch beleuchtet.
  6. Für kritische Einwände gegen diese Denkweise siehe auch in der europabezogenen Literatur Castro Varela/Gutiérrez Rodríguez 2000; El-Tayeb 2003 und 2011 sowie Kosnick 2010.

 

Über die Autor_innen

PD Dr. Gabriele Dietze lehrt Kulturwissenschaft, Gender- und Medientheorie. Gastprofessuren in Österreich und den USA. Research Fellow der Forschergruppe „Kulturen des Wahnsinns“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuletzt 2010 Gastprofessorin des Gender-Netzwerks Schweiz in Basel und Zürich. Veröffentlichungen zuletzt: Kritik des Okzidentalismus. Transdisziplinäre Beiträge zu (Neo-)¬Orien¬talismus und Geschlecht (transcript 2009, 2. Auflage 2010, Hg. mit Claudia Brunner und Edith Wenzel). In Vorbereitung: Weiße Frauen in Bewegung. Genealogien und Konkurrenzen von Race- und Genderpolitiken (Habilitation: transcript 2012); in Vorbereitung: Themenheft der Feministischen Studien: The Queerness of Things Not Queer: Entgrenzungen, Materialitäten, Interventionen (2/2012, Hg. mit Beatrice Michaelis und Elahe Haschemi Yekani).

Dr. Elahe Haschemi Yekani ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und von März bis Dezember 2011 Gastprofessorin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Sommersester 2012 vertritt sie die Juniorprofessur British Cultural Studies an der Universität Potsdam. Von 2005 bis 2007 war sie Promotionsstipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“. Ausgewählte Publikationen: The Privilege of Crisis. Narratives of Masculinities in Colonial and Postcolonial Literature, Photography and Film (Campus 2011); Erlöser. Figurationen männlicher Hegemonie (transcript 2007, Hg. mit Sven Glawion und Jana Husmann-Kastein); Quer durch die Geisteswissenschaften. Perspektiven der Queer Theory (Querverlag 2005, Hg. mit Beatrice Michaelis). In Vorbereitung: Queer Futures: Reconsidering Ethics, Activism, and the Political (Ashgate 2012, Hg. mit Eveline Kilian und Beatrice Michaelis); Themenheft der Feministischen Studien: The Queerness of Things Not Queer: Entgrenzungen, Materialitäten, Interventionen (2/2012, Hg. mit Beatrice Michaelis und Gabriele Dietze).

Dr. Beatrice Michaelis ist Forschungskoordinatorin und Postdoc am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Davor Promotionsstipendiatin des DFG-Graduier¬tenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“ (Humboldt-Universität zu Ber¬lin). Ausgewählte Publikationen: (Dis-)Artikulationen von Begehren. Schweigeeffekte in wissenschaftlichen und literarischen Texten (De Gruyter 2011); Geschlecht als Tabu (transcript 2007, Hg. mit Ute Frietsch, Konstanze Hanitzsch und Jennifer John); Quer durch die Geisteswissenschaften. Perspektiven der Queer Theory (Querverlag 2005, Hg. mit Elahe Haschemi Yekani). In Vorbereitung: Queer Futures: Reconsidering Ethics, Activism, and the Political (Ashgate 2012, Hg. mit Elahe Haschemi Yekani und Eveline Kilian); Themenheft der Feministischen Studien: The Queerness of Things Not Queer: Entgrenzungen, Materialitäten, Interventionen (2/2012, Hg. mit Elahe Haschemi Yekani und Gabriele Dietze).


Zitierte und weiterführende Literatur

Ahmed, Sara. The Cultural Politics of Emotion. Edinburgh: Edinburgh University Press, 2004.

---. Queer Phenomenology. Orientations, Objects, Others. Durham: Duke University Press, 2006.

Anzaldúa, Gloria. Borderlands/La Frontera. The New Mestiza. San Francisco: Aunt Lute Books, 1987.

AG 1-0-1 intersex, Hg. 1-0-1 [one 'o one] intersex. Das Zwei-Geschlechter-System als Menschenrechtsverletzung. Berlin: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK), 2005.

AG Queer Studies Hamburg, Hg. Verqueerte Verhältnisse. Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen. Hamburg: Männerschwarm Verlag, 2009.

Balibar, Etienne und Immanuel Maurice Wallerstein. Race, Nation, Class. Ambiguous Identities. London: Verso, 2005.

Berlant, Lauren. Compassion. The Culture and Politics of an Emotion. New York /London: Routledge, 2004.

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Bersani, Leo. Homos. Cambridge: Harvard University Press, 1995.

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