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Aktuelles


Zeit: 19. Mai bis 20. April 2021

Ort: digital

Eine Online-Veranstaltungsreihe zu digitaler, barrierefreier und intersektionaler Kulturarbeit

Was sind eigentlich Barrieren – und wen betreffen sie? Welche Barriere gibt es online, welche bei Präsenzveranstaltungen? Und wie können wir sie abbauen? Live dabei barrierefrei! ist eine Online-Veranstaltungsreihe, die die Grenzen und Chancen digitaler Veranstaltungsformate erkundet. Die Veranstaltungen richten sich an alle interessierten Kulturschaffenden, die ihre Online-Veranstaltungen partizipativer gestalten, Barrieren in ihren eigenen Arbeitsprozessen abbauen wollen oder die andere in diesen Vorhaben unterstützen wollen.

Was sind Barrieren? Eine Treppe kann für eine Person, die im Rollstuhl sitzt, eine Barriere sein. Aber auch ein verschachtelter Satzbau kann eine Barriere sein, die Menschen von der Teilhabe ausschließt. Barrieren verstehen wir also als etwas, das Menschen an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben behindert. Barrierefreiheit verstehen wir als Möglichkeit aller zur Teilhabe an allen Lebensbereichen. Dieser umfassende Zugang ist leider nicht gegeben, auch nicht im Bereich der Künste. Sowohl bei der Rezeption als auch bei der Produktion von beispielsweise einem Theaterstück gibt es sehr viele verschiedene Barrieren.

Um Barrieren abzubauen, müssen wir sie zunächst erkennen lernen. Verschiedene Menschen sind von verschiedenen Barrieren betroffen. Für eine Person, die nicht oder schlecht sehen kann, bestehen andere Barrieren als für eine Person, die auf Grund ihres Erscheinungsbildes, ihrer sozialen Herkunft, Hautfarbe oder Geschlechtsidentät abgewertet und ausgegrenzt wird. Der Ausschluss von Personen oder Personengruppen aus bestimmten gesellschaftlichen Lebensbereichen ist Diskriminierung. Manchmal fallen auch mehrere Diskriminierungen zusammen. Das Zusammendenken verschiedener Diskriminierungsformen nennen wir Intersektionalität. Nicht alle Menschen sind gleich stark von Barrieren betroffen. Keine oder kaum Barrieren zu kennen bedeutet, privilegiert zu sein.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Programm des Festivals.

 

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Neue Literatur

Coffey, Judith/Laumann, Vivien: Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen. Verbrecher Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Bomy, Charlotte/Wegener, Lisa (Hrsg.): Surf durch undefiniertes Gelände. Internationale queere Dramatik, Neofelis Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Christina Lammer: Erinnerung und Identität. Literarische Konstruktionen in Doeschka Meijsings Prosa. Transkript: Bielefeld 2020.

Fernandez, Elsa: Fragmente über das Überleben. Romni Geschichte und Gadje-Rassismus. Unrast Verlag: Münster 2020.

hooks, bell: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Unrast Verlag: Münster 2020.

Sweetapple, Christopher/ Voß, Heinz-Jürgen/ Wolter, Salih Alexander:
Intersektionalität. Von der Antidiskriminierung zur befreiten Gesellschaft? Stuttgart 2020.

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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