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Aktuelles


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Drei Videos von Antke A. Engel und Filmfetch (Magda Wystub; Tali Tiller)

(Full HD 16:9; insg. 49:32 min, Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2021)

mit deutschen und englischen Untertiteln

FernUniversität Hagen 2021

Videos

Das Video KÖRPER (20:16 min) fragt: Wie werden Körper in die zweigeschlechtliche Ordnung hinein sozialisiert? Welche Rolle kommt hierbei der Idealisierung von Heterosexualität zu? Mit dem Begriff der ‚Heteronormativität’ analysiert Queer Theorie, wie Geschlechterbinarität und eine heterosexuelle Kanalisierung des Begehrens sich gegenseitig absichern. Das „Körper“-Video inszeniert Prozesse des Doing Gender zwischen normativer Zurichtung, Widerstand, Eigensinn und geteilter Praxis. ‚Queere Körper – Körper queeren‘ – gibt es so etwas wie ‚queere Körper‘? Oder ist Queering immer eine Praxis und Queerness ein Effekt, der Körper und Subjektivitäten im Prozess erfasst?

zum Video "KÖRPER"

Das Video FIGURATIONEN (13:16 min) befasst sich mit der Macht der Sprache – und damit, wie Sprache verkörpert wird. Sprache kann verletzen oder ermächtigen; sie kann Herrschaft stabilisieren oder anfechten. Deshalb fragt Queer Theorie, inwiefern Figurationen von Geschlecht und Sexualität – verknüpft mit weiteren Aspekten sozialer Unterscheidung – zur Stabilisierung von Herrschaft beitragen. Wo wird Queerness als etwas produziert, das abgewertet und abgewehrt wird? Aber auch: Wo wird Queerness als etwas produziert, das begehrt oder mit Stolz angeeignet wird? Wo wird Queering geleistet, um die Gewalt der Normalität zu unterbrechen?

zum Video "FIGURATIONEN"

Das Video WELTEN (16:00 min) betont Prozesse: Welt, Welten, welten und geweltet werden, queer worlding. Es ist ein Plädoyer für vielfältige Perspektiven auf komplexe, veränderliche und oft konfliktreiche Abläufe. Unter welchen Umständen kann Begehren sich der Heteronorm entziehen? Kann Begehren Auswege aus der Gewalt eröffnen? Aus der Gewalt der Normalität? – so fragt Queer Theorie und betont, dass unterschiedliche Formen von Gewalt durch Überlegenheitsphantasien gespeist sind: Sexismus, Rassismus, Nationalismus, Ableismus, Heteronormativität und Anthropozentrismus. Diese greifen ineinander und weisen doch auch unvergleichbare Besonderheiten auf. Was hat queer worlding hier zu bieten?

zum Video "WELTEN"


Anna Kilina liegt in ihrem Bett. Unter ihrem Kopf ist ein rosa Kissen. Sie trägt ein rotes Oberteil. Ihr Blick geht in den Raum hinein an der Kamera vorbei, sie spricht.

Eine reale visuelle Erzählung: Anna Kilina
konzeptuelle Assistenz: Kira Shmyreva
Objektinstallation: Anna Kilina & Kira Shmyreva
Texte: Anna Kilina & Kira Shmyreva, performt von Anna Kilina & Kira Shmyreva
Musik: Sofia Gubaidulina, performt von Roman Malyavkin
Freaksobjekte: David Konkol
Deutsch: Sven Drebes, Kira Shmyreva, Luca

Aus dem Ankündigungstext:

"Das ist eine Geschichte über Stigmatisierung, Schein-Inklusion, Anpassungsmechanismen, Prothesenversorgung als ein nationales Konzept der Verbesserung und Vermenschlichung, Heteronormativität und Binarität bei der Prothesenversorgung, Verallgemeinerung der Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen, Verschwörungstheorien über die eigene Behinderung und Befreiung von diesen Konstrukten. Alle wollen von Anna, dass sie angepasst ist. Die Zentren für Prothesenversorgung wollen etwas über sie in ihren Instagram- und Facebook-Accounts posten und Anna als „Supercrip“ und paralympische Sportlerin zeigen, sonst bräuchte Anna keine bionische Armprothese. Sie sind auch ableistisch und wollen «schöne» Bilder von Anna machen. Anna sollte dann wieder wie eine „normale, attraktive Frau“ aussehen, dank der Armprothese. Die Eltern wollen, dass Anna ein Survivor ist und sie ihnen für ihr Überleben und die Prothesenversorgung dankt. Anna sollte auch dankbar sein, dass ihre Eltern Anna nicht in der Einrichtung gelassen hatten. Sie wollen, dass sie ein unauffälliges Leben in Einsamkeit lebt, mit Überstunden die sie arbeitet, um der Welt der „Normalen“ näher zu sein. Die Leiter*innen eines inklusiven Theaterprojekts nutzen Anna als ein (Vorzeige-) Modell für Inklusion. Anna sollte eine außerirdische Person spielen und dafür bestimmte Besonderheiten haben. Anna sollte plastisch wie eine Tänzerin sein, mit dem linken Arm gleichzeitig inspirieren und Mitleid beim Publikum erwecken. Die Queer-Community will von Anna ein queeres Aussehen (vielleicht mindestens Regenbogen-Socken von Adidas) und ein dazu passendes Verhalten. Ist es auch ein Status, queer zu sein? Doch das sind alles nicht Annas Geschichten. Anna will selbstbewusst und irdisch sein, ihre Behinderung lieben. In ihrer autobiographischen Performance erzählt Anna über den linken Arm und befreit sich von allen Verschwörungstheorien und nationalen und ableistischen Konstrukten. Anna's Pride Parade findet wegen Anna's chronischen Schmeryen in ihrem Bett statt."

Zu Video-Link geht es hier.


Für das Projektexperiment 'Interdependenz und Hypertext' (Reher/Walgenbach) wurde ein linear konstruierter Text in eine Hypertextstruktur umgewandelt, der in Form eines 3D-Graphen nun online ist.

 

Hier geht es zum 3D-Graphen. 

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CALL FOR PAPERS

"Difference that makes no Difference: The Non-Performativity of Intersectionality and Diversity"

Termin: 5th February 2015

International Workshop

Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies (FRCPS)

in cooperation with the

Women's Network, Excellence Cluster "The Formation of Normative Orders"

Goethe University Frankfurt


Keynote: Prof. Dr. Sara Ahmed (Goldsmiths, University of London)

Regardless of the hype about intersectionality and diversity as

emancipatory concepts, they remain predominantly symbolic commitments inacademic discourses and institutional practices. Despite claims to “dodiversity” and to be diverse, discourses and institutions sustain thestatus quo through Eurocentric and Androcentric academic curricula anddiscriminatory hiring practices. The rhetoric of diversity is employed todeflect charges of racism and hetero/sexism, even as there is systematicresistance against the institutionalization of diversity. The aim of thisworkshop is to explore the ideological function of diversity andintersectionality as legitimizing performance indicators in academicdiscourses and institutions.

 

Submission of Paper Proposals

We invite paper proposals that address the issue of non-performativity of

diversity and intersectionality. Please submit abstracts (max. 350 words)and a short bio-note (max. 100 words) by 30th November to:

dhawan[at]normativeorders.net

All proposals and presentations must be in English. A limited number oftravel bursaries will be provided for paper presenters (preference will be given to applicants from the global South). Please motivate yourapplication for travel funding in a short accompanying letter (max. 300 words).

Registration: Participation is free of charge. Please register for the workshop at:

frcps.mail[at]googlemail.com


Date: Dec 8-10, 2014

A Conference for PhD students, other scholars, artists, and activists, interested in conversations across borders between academia, art and activism 

Organized by the Swedish-International Gender Research School, InterGender.

Venue: Linköping University, Sweden

The conference will gather academic scholars, PhD students in particular, artists and activists. Excitable writing encompasses the problems connected to academic knowledge production and writing. In academia, writing is often seen as an instrumental add-on, instead of understood as an integrated part of research and learning processes - a part which can sustain processes of disruption and resistance to inherent discrimination structures, powerful conventions and rituals, but which can also prolong exclusions and protect elitist practices. In this conference, we will explore the exciting perspectives of writing:

· writing as a passionate and playful way to produce transformative knowledge and poetic, world making truths,

· writing as a way to sustain research and learning processes,

· writing as way to break boundaries between the academic, the poetic and the political.

Through workshops and plenaries, using alternative formats, we will jointly reflect on the world making capacities of critical, poetic and reflective writing - the abilities of such writing to change social realities. The conference will create and sustain transversal, cross-cutting dialogues between academics, artists and activists. It is meant to offer inspiring discussions and perspectives, most of all for PhD-students, on the power of writing as an important tool in their research, but other scholars, artists and activists, interested in the transformative, performative and poetic powers of writing are also most welcome. The event consists of dialogical settings as well as workshops to experience, apply and discuss in more detail challenges of excitable writing in and in-between academia, art and activism.

Please, submit suggestions for workshops or interventions before Sept 25 to InterGender's research coordinator Björn Pernrud, bjorn.pernrud[at]liu.se

Suggestions should include:

· your name and affiliation, plus short presentation/bio-note (10-15 lines)

· title of workshop/intervention, 10-15 lines description of contents, description format  (alternatives to standard paper presentations are most welcome)

Organizing committee:

Professor Lann Hornscheidt, Humboldt University, Germany

Professor Nina Lykke, Linköping University, Sweden

Doctoral Student Evelyn Hayn, Humboldt University, Germany

Doctoral Student Wibke Straube, Linköping University, Sweden

Dr. Astrida Neimanis, Linköping University, Sweden

Dr. Hanna Hallgren, Linné University, Sweden

Dr. Redi Koobak, Linköping University, Sweden


The conference is funded by the Swedish Research Council. It concludes a seven year grant period for the Swedish-International InterGender Research School as well as marks the transition to a more long-term establishing of InterGender as International Consortium for Interdisciplinary Feminist Research Training.


Neue Literatur

Coffey, Judith/Laumann, Vivien: Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen. Verbrecher Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Bomy, Charlotte/Wegener, Lisa (Hrsg.): Surf durch undefiniertes Gelände. Internationale queere Dramatik, Neofelis Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Christina Lammer: Erinnerung und Identität. Literarische Konstruktionen in Doeschka Meijsings Prosa. Transkript: Bielefeld 2020.

Fernandez, Elsa: Fragmente über das Überleben. Romni Geschichte und Gadje-Rassismus. Unrast Verlag: Münster 2020.

hooks, bell: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Unrast Verlag: Münster 2020.

Sweetapple, Christopher/ Voß, Heinz-Jürgen/ Wolter, Salih Alexander:
Intersektionalität. Von der Antidiskriminierung zur befreiten Gesellschaft? Stuttgart 2020.

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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