Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Zeit: 29. Oktober 2020, 10.00-12.00,

Ort: im virtuellen Zoom-Raum

Aus dem Ankündigungstext der LAG Mädchen*arbeit NRW:

"Die letzte Sitzung mussten wir auf Grund der immer kritischer werdenden Situation der Pandemie leider absagen. Seitdem hat sich viel getan und verändert – überall. Aus den Beratungsstellen, Mädchenhäusern und Mädchen*treffs haben wir mitbekommen, dass ein Großteil der Angebote (neben der Möglichkeit über Post oder telefonisch Kontakt aufzunehmen) in digitalen Formaten zur Verfügung gestellt wurde. Digitale Angebote sind jedoch längst nicht für alle Menschen zugänglich. Besonders fällt aber auf, dass seit der Wiedereröffnung der Einrichtungen der Kontakt zu Mädchen* mit Fluchtgeschichte beinahe komplett abgebrochen ist – vor allem, wenn sie in Unterkünften leben. Gemeinsam möchten wir daher besprechen, wie es Ihnen/euch im letzten halben Jahr ergangen ist. Was waren und sind die größten Herausforderungen gewesen? Hat es neue Konzepte und Angebote gegeben und wie wurden diese angenommen?

Darüberhinaus hat sich in den letzten Wochen eine neue Bewegung entwickelt, die das Thema Rassismus in die deutschen Medien erzwungen hat. Wie wirkt sich die Black-Lives-Matter-Bewegung auf unsere pädagogische und beratende Arbeit aus? Welche Forderungen gilt es jetzt an Öffentlichkeit und Politik zu stellen?"

Hier erhalten Sie weitergehende Information zu der Veranstaltung und den Anmeldeformalitäten.


Zeit: 28.10.2020 | 10.00 – 12.00 Uhr

Ort: Online über Zoom (Anmeldung erforderlich)

Veranstalter*in: LAG Mädchen*arbeit NRW

Intersektionalität beinhaltet analytische und praktische Methoden, um die Komplexität der sozialen Gegebenheiten in einer globalisierten Welt, der Erlebnisrealität einzelner Subjekte, sowie menschlicher Identitäten zu verstehen. Ziel der intersektionalen Praxis ist soziale Gerechtigkeit. Bei dieser Veranstaltung wird Rassismus als strukturelle, kulturelle, interpersonelle und individuelle Dominanz-Praxis unserer Gesellschaft fokussiert. Die Interdependenz rassistischer Diskriminierungspraktiken mit anderen sozialen Machtverhältnissen wird dargestellt und analysiert. Dabei wird Wert auf die Versprachlichung von Unbehagen gelegt. Teilnehmende werden eingeladen, sich über die Folgen rassistischer Diskriminierung für die Wahrnehmung im Alltag und in ihrer pädagogischen Praxis mit Jugendlichen im Kontext der Mädchen*arbeit bewusst zu machen sowie Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Zielgruppe: Pädagog*innen und Fachkräfte der Mädchen*arbeit und der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit, die an einer Auseinandersetzung mit intersektionaler Praxis interessiert sind.

Referentin: Dr. med. Amma Yeboah ist Fachärztin für Psychiatrie & Psychotherapie, Psychodynamische Supervisorin & Coach (DGSv) und Trainerin für Empowerment & Critical Whiteness (Phoenix e.V.)

Moderation: Megha Kono-Patel ist u.a. freie Trainer*in im Kontext Empowerment und Machtkritik, sowie pädagogische Leitung des Vereins Kamerunischer Ingenieur*innen und Informatiker*innen Ruhrbezirk.

Teilnahme und Anmeldung: Dieser Online-Vortrag mit moderierter Diskussion ist kostenlos und wird aus Mitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration finanziert. Für den Nachweis der Teilnahme ist es notwendig, den Namen, die Institution und die E-Mail-Adresse anzugeben.

Der Online-Vortrag wird über ZOOM stattfinden.

Anmeldeschluss: 15. Oktober 2020

Hier geht es zur Anmeldung und zum Flyer der Veranstaltung.


Unterstützung einer sekundäranalytischen Auswertung und wissenschaftlichen Publikation bis Ende 2020

Das DeZIM ist ein im Jahr 2017 errichtetes außeruniversitäres Forschungsinstitut im Themenfeld Integration und Migration. Als eine ressortforschungsähnliche Einrichtung des Bundes nimmt es insbesondere Forschungs- und Entwicklungsaufgaben im Bereich der Familien-, Gleichstellungs-, Kinder- und Jugend-, Senioren- sowie Engagementpolitik wahr.

Ziel:

Ziel des o.g. Projektes ist es, sich dem Thema Intersektionalität auf innovative Form und möglichst quantitativ anzunähern. Hierfür finden Sekundärauswertungen der Studie „Diskriminierungserfahrungen in Deutschland“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes statt. Die erhobenen Daten sind nicht repräsentativ und beinhalten sowohl für die abhängigen als auch unabhängigen Variablen eine Vielzahl von Mehrfachantworten, wodurch die Datenauswertung an Komplexität gewinnt. Dafür lassen sich aufgrund der hohen Fallzahl von Personen mit Diskriminierungserfahrungen jedoch Auswertungen realisieren, die sonst nicht möglich sind.

Aufgaben

Statistische Aufbereitung und Auswertung eines sekundäranalytischen Projektes zur Untersuchung von

  • 1. Intersektionalität im Bereich von Diskriminierungserfahrungen
  • 2. Reaktionsverhalten auf rassistische Diskriminierungen
  • 3. Mitarbeit an wissenschaftlichen Publikationen in peer-reviewed Journals

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Ausschreibung.


von Marion Detjen, erschienen auf Zeit-Online.de

"Intersektionalität heißt, sich die soziale Position einer Person oder einer Gruppe, ihre Chancen, ihre Schwierigkeiten, ihre Handlungsmöglichkeiten, nicht nur unter einem, sondern unter mehreren Aspekten anzusehen. Klasse, Race, Geschlecht, Alter, Sexualität, Herkunft, Hautfarbe, Krankheit, Behinderung et cetera (die Liste lässt sich je nach Fokus und nach Situation fast beliebig verlängern) werden als Kategorien verstanden, die die Gesellschaft strukturieren. Je nach dem Wert, der ihnen zugeschrieben wird, entstehen Ungleichheiten. Und diese Ungleichheiten stehen in Wechselwirkung miteinander."

Hier können Sie den Artikel lesen/vorlesen lassen.


Verschiedene Menschen einer Familie - junge und alte Menschen, BIPoC und weiße Menschen, beeinträchtigte Menschen und nicht-beeinträchtigte Menschen

Aus dem Ankündigungstext:

"Was ist FAMILIA*FUTURA?
FAMILIA*FUTURA ist ein Kultur-Festival in Sachsen.
Festival sprechen wir so: Festiwell
Kultur-Festival bedeutet:
Ein Fest mit vielen Veranstaltungen.
Zum Beispiel: Filme, Gespräche, Party, Arbeits-Gruppen.
Das schwere Wort für Arbeits-Gruppen ist Workshops.
Workshop sprechen wir so: Wörkschopp
Dieses Jahr feiern wir FAMILIA*FUTURA online.
Das heißt: Alle Veranstaltungen finden zu Hause am Computer statt.
Die Veranstaltungen findest du im Programm.
Für einige Veranstaltungen musst du dich vorher anmelden.
Wie das geht steht im Programm.

Worum geht es bei FAMILIA*FUTURA?
Bei FAMILIA*FUTURA geht es um Familie.
Bei Familie denken wir an:
Beziehungen zwischen Kindern und Eltern.
Beziehung zwischen jungen und alten Menschen.
Liebesbeziehungen zwischen Erwachsenen.
Freundschaften zwischen Menschen.
Familie ist für sehr viele Menschen wichtig.
Darum wünschen wir uns:
Alle Menschen sollen Familie leben können.
So wie sie das wollen.
Klick auf Themen.
Dort findest du mehr Informationen."

Hier können Sie mehr über das Kultur-Festival "Familia*Futura" erfahren.


Neue Literatur

Coffey, Judith/Laumann, Vivien: Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen. Verbrecher Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Bomy, Charlotte/Wegener, Lisa (Hrsg.): Surf durch undefiniertes Gelände. Internationale queere Dramatik, Neofelis Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Christina Lammer: Erinnerung und Identität. Literarische Konstruktionen in Doeschka Meijsings Prosa. Transkript: Bielefeld 2020.

Fernandez, Elsa: Fragmente über das Überleben. Romni Geschichte und Gadje-Rassismus. Unrast Verlag: Münster 2020.

hooks, bell: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Unrast Verlag: Münster 2020.

Sweetapple, Christopher/ Voß, Heinz-Jürgen/ Wolter, Salih Alexander:
Intersektionalität. Von der Antidiskriminierung zur befreiten Gesellschaft? Stuttgart 2020.

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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