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Aktuelles


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Ort und Zeit: HAW-Standort Alexanderstraße 1 in der Versammlungsstätte statt, jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr.

Die Ringvorlesung behandelt im Sommersemester 2018 Verschränkungen von Migration und Geschlechterverhältnisse. Gemeinsam wollen wir betrachten, wie eine gesellschaftliche Spaltung in Wir und die Anderen durch die Überlagerung von Migrations- und Geschlechterdiskursen vorangetrieben wird.

Nach der Silvesternacht 2015 ist „Köln“ zu einer Chiffre geworden, die je nach Interessen und Machtpositionen unterschiedliche Maßnahmen legitimiert. Denn nicht nur das Sexualstrafrecht, sondern auch das Aufenthaltsgesetz wurde verschärft. Zudem gewannen Verdächtigungen im Alltag, sowie die unter dem Begriff „racial profiling“ gefassten systematischen, verdachtsunabhängigen Kontrollen von Menschen, aufgrund ihrer vermuteten Herkunft, vermehrt an Zustimmung. Verdächtigungen und Diskriminierungen in allen Lebensbereichen erscheinen, unter dem Postulat der Gefährdung „unserer Werte“ zunehmend als angemessen.

Während rechtskonservative Bewegungen und Parteien „unsere Werte“ und „unsere Frauen“ verteidigen wollen und mit der Eindeutigkeit ihrer Positionen auch politische Allianzen quer über Parteigrenzen bilden können, scheinen es differenzierte Analysen schwer zu haben. Das Verstehen komplexer Wirklichkeiten verträgt sich mit der Herstellung von Eindeutigkeit nicht. Es erfordert eine komplexe intersektionale Perspektive einzunehmen, die die Verschränkung und Wechselwirkungen verschiedener Kategorien sozialer Ungleichheit in den Blick nimmt. Auf diese Weise kann die Logik einer Externalisierung von Widersprüchen und Konflikten im Inneren der Gesellschaft auf äußere Feinde erkannt und die Funktion solcher Verschiebungen bei der Konstruktion einer Dichotomie zwischen »Wir« und den »Anderen« analysiert werden. Nicht zuletzt die Aktion unter dem Hashtag #metoo, bei der Hunderttausende Frauen weltweit von ihren Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen berichten, ruft in Erinnerung wie verbreitet und normalisiert sexualisierte Gewalt „bei uns“ ist und unterstreicht die Notwendigkeit, die Dinge zusammenzudenken.

Gemeinsam mit den Vortragenden wollen wir mit dieser Reihe postkolonialen, feministischen und antirassistischen Perspektiven mehr Gehör verschaffen, um das diskursive Knäuel etwas zu entwirren, Kontinuitäten der Abwertungs- und Ausgrenzungsmechanismen aufzuzeigen und um über Handlungsmöglichkeiten und Bündnisse nachzudenken. 

Weiter Informationen erhalten Sie hier.


Sammelband zum Thema „Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Mittel politikwissenschaftlicher Macht- und Herrschaftskritik“

Der peer-reviewte Sammelband wird im Frühjahr 2020 in der Reihe „Politik und Geschlecht“, herausgegeben vom Sprecher*innenrat des AK Politik und Geschlecht in der DVPW, im Verlag Barbara Budrich erscheinen.

Politikwissenschaftler*innen und Forschende aus den Nachbardisziplinen sind eingeladen, sich mit einem Originalbeitrag an der Publikation zu beteiligen. Die Herausgeberinnen Johanna Leinius und Heike Mauer erbitten ein Abstract (500-700 Wörter) bis zum 01.07.2018 an leinius[at|uni-kassel.de und heike.mauer[at]uni-due.de.

Die Rückmeldung über die Annahme des Beitrags erfolgt bis zum 01.08.2018 und die fertigen Beiträge (50.000 Zeichen) sollen bis zum 01.02.2019 an die beiden Herausgeberinnen gesendet werden. Wir freuen uns auf die Einsendungen! Alle weiteren Details entnehmen Sie/ entnehmt ihr bitte dem PDF-Dokument.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Für das Projektexperiment 'Interdependenz und Hypertext' (Reher/Walgenbach) wurde ein linear konstruierter Text in eine Hypertextstruktur umgewandelt, der in Form eines 3D-Graphen nun online ist.

 

Hier geht es zum 3D-Graphen. 

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Bewerbungsfrist: 03.04.2018

Mit der Gastprofessur soll die intersektionale Perspektive aus den Diversity Studies mit dem Fokus auf Gender in der Lehre integriert und in den Disziplinen verankert sowie Impulse für die Forschung gesetzt werden. Ziel dieser Gastprofessur ist auch, Studierenden Genderkompetenz zu vermitteln und die wissenschaftlich geleitete Reflexion über Geschlechterverhältnisse anzuregen sowie die Lehre um Inhalte der Gender Studies im jeweiligen Fach oder interdisziplinär anzureichern (Schwerpunkt A). In Fachbereichen mit einem geringen Anteil an Wissenschaftlerinnen können Wissenschaftlerinnen auch als Vorbilder für Studentinnen fungieren, um sie zu motivieren, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen (Schwerpunkt B).

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Tag: Freitag, 14.04.2018

Zeit: 10:30-16:00 Uhr

Ort: Technische Universität Dortmund

Der thematische Schwerpunkt der Tagung liegt, dem Titel entsprechend, auf dem Verhältnis von Behinderung und Männlichkeit(en), welches durch die
Referierenden und Diskutierenden aus unterschiedlichen Blickwinkeln und
Perspektiven betrachtet werden soll. Auch die Frage, ob es sich hier im
Sinne einer geschlechterkritischen Perspektive um ein produktives
Spannungsfeld handeln kann, wird reflektiert.

Anmeldung bis 07.04.2018 an: felix.goedeke@tu-dortmund.de

Bei besonderen Bedarfen bzw. Bedürfnislagen beispielsweise auf Grund einer
Beeinträchtigung, wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie uns diese
umgehend und spätestens bis zum 26.03.2018 mitteilen würden, damit wir dies in der Vorbereitung berücksichtigen können.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Neue Literatur

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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