Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

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Erscheinungsdatum: März 2019

Ankündigungstext:

»Bin ich etwa keine Frau*? Sehen Sie mich an! Sehen Sie sich meinen Arm an! Ich habe gepflügt, gepflanzt und die Ernte eingebracht, und kein Mann hat mir gesagt, was zu tun war! Bin ich etwa keine Frau*?« – Sojourner Truth, 1851

Als Sojourner Truth während ihrer Rede auf einem Frauenkongress in Akron, Ohio, die Frage stellte, ob sie denn keine Frau* sei, brachte sie eine Debatte ins Rollen, deren Ausmaß nicht abzusehen war. Sie hatte nämlich gleichermaßen weiße Frauen* für den Rassismus und Schwarze Männer für den Sexismus kritisiert, den sie Schwarzen Frauen* jeweils entgegenbrachten. Erst Ende des 20. Jahrhunderts, also fast 150 Jahre später, erhielt diese spezifische Form der Mehrfachdiskriminierung einen Namen. Es war Kimberlé Crenshaw, die 1989 den Begriff der ›Intersektionalität‹ prägte, der seitdem aus feministischen Diskursen nicht mehr wegzudenken ist.

Doch wie verliefen die Schwarzen feministischen Debatten bis dahin? Vor welchen Herausforderungen standen Schwarze Frauen*im Globalen Norden? Und was können wir heute von ihnen lernen? Der vorliegende Band dokumentiert die Kontinuität dieser feministischen intellektuellen Tradition anhand ausgewählter Texte von Sojourner Truth, Angela Davis, The Combahee River Collective, bell hooks, Audre Lorde, Barbara Smith, Kimberlé Crenshaw und Patricia Hill Collins. Sie erscheinen erstmals in deutscher Sprache und werden so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.


Öffentliche Aufmerksamkeit für die Arbeit und Errrungenschaften von Frauen mit beHinderungen:

Am 3.12.2018, dem Welttag der Menschen mit beHinderungen, wurde erstmalig der Her Abilities Award an talentierte und engagierte Frauen mit beHinderungen vergeben. Die drei Siegerinnen - Ashrafun Nahar, Musola Catherine Kaseketi und Tojin Janet Aderemi - erhalten die Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen im Bereich Menschenrechte, Gesundheit und Bildung sowie Kunst, Kultur und Sport. Der Her Abilities Award soll Aufmerksamkeit für die Fähigkeiten und Errungenschaften von Frauen mit beHinderungen weltweit bringen, denn sie sind in der Öffentlichkeit unterrepräsentiert.

Die Gewinnerinnen des Awards: Ashrafun Nahar in der Kategorie "Recht". Musola Catherine Kaseketi in der Kategorie "Kunst, Kultur und Sport". Tojin Janet Aderemi in der Kategorie "Gesundheit und Bildung".
Die Gewinnerinnen des Awards: Ashrafun Nahar in der Kategorie "Recht". Musola Catherine Kaseketi in der Kategorie "Kunst, Kultur und Sport". Tojin Janet Aderemi in der Kategorie "Gesundheit und Bildung".

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


 

Die Initiative Rromnja "ist ein Zusammenschluss von Berliner Roma-und-Sinti-Frauen, die nicht länger hinnehmen wollen, dass die Ablehnung von Roma und Sinti, Feindseligkeiten und Gewalt gegen Roma und Sinti verschwiegen, bagatellisiert oder gar gerechtfertigt werden. Antiziganismus jeglicher Form muss benannt und bekämpft werden – dafür setzen sich die Frauen dieser Initiative ein."

Weiter Informationen zur Arbeit der Initiative Rromnja erhalten Sie hier.

RomaniPhen ist "ein selbstorganisiertes, feministisches Rromani Projekt. Eine digitale und reale Plattfom um unterschiedlichen Formen von Ideen und Wissen aus feministischer Rromani Perspektive zu verbreiten: Rromani Texte, Analysen, Sichtweisen und Dialoge aus der Vergangenheit und der Gegenwart, internationale Perspektiven, manchmal mehrsprachig, Audio und Video, mit popkulturellen wie aktivistischen und wissenschaftlichen Beiträgen. Wir machen Veranstaltungen, recherchieren und schreiben über Rrom*nja die ihre Blicke auf die Welt besprechen. Wir sammeln Schriften, Ton und Bilder für Heute und Morgen, gegen die Verleugnung, Verleumdung und Gadjé-Aneignung der Rromani Geschichte. [...] Das Archiv entsteht unter der Deutungsmacht der Rromnja-Mitarbeiterinnen mit der Aufgabe verschüttete, öffentlich nicht erzählte Geschichten in detaillierter Recherche auszugraben und damit das Reichtum des Romanipen und die Beteiligung der Phen (Schwester) offenzulegen und wertzuschätzen. Für die Archivarbeit ist es einerseits erforderlich verschüttetes Wissen archäologisch auszugraben und andererseits gilt es bereits bekanntes Wissen aus Romnja-Perspektiven darzustellen".

Weitere Informationen über die Arbeit von RomniPhen erhalten Sie hier.

 


„Our Voices, our Choices“ ist die internationale, geschlechterpolitische Podcast-Reihe der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier werden Geschichten über Frauen- und LGBTI-Menschenrechte erzählt: von Menschen, deren Stimmen nicht oft gehört und deren Rechte eingeschränkt werden.

Die einzelnen Folgen des Podcasts können Sie hier anhören (boell.de/podcasts).


Neue Literatur

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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