Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


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Datum: 10.7.-12.7.2019

Ort: Universität Freiburg, Freibung Institute for Advanced Studies (FRIAS)

Deutsch-französisches Kooperationsprojekt mit dem Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG), dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), dem Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) der Universität Freiburg, der AG Gender der Internationalen Graduiertenförderung (IGA) Freiburg, der Frauenförderung der FU Berlin, Procope structurant 2018 sowie der Forschungsgruppe Genre & Europe des Forschungslabors LabExEHNE

Intersektionalität ist ein interdisziplinäres Forschungskonzept zur Analyse gesellschaftlicher Ungleichheitsbeziehungen und Herrschaftsverhältnisse in ihren Verschränkungen. Soziale Ungleichheiten entlang von Differenzachsen wie race, class, gender, dis/ability, body, Religion, Nationalität, Herkunft, Raum u.v.m. werden mit diesem Ansatz in ihren historisch und kontextuell spezifischen gesellschaftlichen Interdependenzen untersucht.

Der Begriff Intersektionalität, 1989 von der amerikanischen Juristin und Mitbegründerin der Critical Race Theory Kimberlé Crenshaw geprägt, avancierte in den 1990er Jahren zum neuen der Geschlechterforschung und wird bereits seit 10 Jahren auch in der zumeist etwas ‚langsameren‘“ Geschichtswissenschaft diskutiert.

Auf dem Workshop Intersektionalität in der Geschichte möchten wir historische Forschungsarbeiten mit intersektionaler Perspektive diskutieren und danach fragen,

- ob bereits vor der Prägung des Begriffs intersektional geforscht wurde (Tradition/Innovation),

- warum das Konzept der Intersektionalität im deutschen und internationalen Kontext heute so wichtig ist (Aktualität),

- wie die Konzepte in der praktischen Anwendung moduliert und weiterentwickelt werden (An-/Eignung)inwiefern intersektionale Forschungsergebnisse tradierte Geschichtsbilder revidieren (Auswirkungen) und

- ob intersektionale Studien neue Formen der Zusammenarbeit erfordern (Forschungspragmatik, interdisziplinär, international).

Einen Call for Papers finden sie hier. Er richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Qualifikationsstufen, die aus intersektionaler Perspektive historisch forschen.


Zeit: 3.-17. Dezember 2018

Hier kommen Sie zur virtuellen Methodenkonferenz „Privilegientest“

Das Portal Intersektionalität bietet mit digitalen Methodenkonferenzen einen Raum für Austausch über intersektionale Praxismethoden.

Die diesjährige Methodenkonferenz widmet sich der Methode des Privilegientests sowie daran anschließender Adaptionen. Ziel der Methode ist die Reflexion der eigenen Privilegien durch die räumliche Sichtbarmachung von strukturellen Diskriminierungen sowie ihren Überschneidungen.

In Anlehnung an den Privilegientest haben sich viele Adaptionen entwickelt – etwa die Übung „wie im richtigen Leben“ (http://baustein.dgb-bwt.de/) sowie die Übung „ein Schritt nach vorne“ (http://hej.gladt.com/archiv/ ).

Die Übungen finden in der politischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen eine reichhaltige Anwendung bei gleichzeitiger wiederkehrender Kritik.

Dies nehmen wir zum Anlass, um gemeinsam über das Für und Wider der Übung „Privilegientest“ ins Gespräch zu kommen.


 

Die Initiative Rromnja "ist ein Zusammenschluss von Berliner Roma-und-Sinti-Frauen, die nicht länger hinnehmen wollen, dass die Ablehnung von Roma und Sinti, Feindseligkeiten und Gewalt gegen Roma und Sinti verschwiegen, bagatellisiert oder gar gerechtfertigt werden. Antiziganismus jeglicher Form muss benannt und bekämpft werden – dafür setzen sich die Frauen dieser Initiative ein."

Weiter Informationen zur Arbeit der Initiative Rromnja erhalten Sie hier.

RomaniPhen ist "ein selbstorganisiertes, feministisches Rromani Projekt. Eine digitale und reale Plattfom um unterschiedlichen Formen von Ideen und Wissen aus feministischer Rromani Perspektive zu verbreiten: Rromani Texte, Analysen, Sichtweisen und Dialoge aus der Vergangenheit und der Gegenwart, internationale Perspektiven, manchmal mehrsprachig, Audio und Video, mit popkulturellen wie aktivistischen und wissenschaftlichen Beiträgen. Wir machen Veranstaltungen, recherchieren und schreiben über Rrom*nja die ihre Blicke auf die Welt besprechen. Wir sammeln Schriften, Ton und Bilder für Heute und Morgen, gegen die Verleugnung, Verleumdung und Gadjé-Aneignung der Rromani Geschichte. [...] Das Archiv entsteht unter der Deutungsmacht der Rromnja-Mitarbeiterinnen mit der Aufgabe verschüttete, öffentlich nicht erzählte Geschichten in detaillierter Recherche auszugraben und damit das Reichtum des Romanipen und die Beteiligung der Phen (Schwester) offenzulegen und wertzuschätzen. Für die Archivarbeit ist es einerseits erforderlich verschüttetes Wissen archäologisch auszugraben und andererseits gilt es bereits bekanntes Wissen aus Romnja-Perspektiven darzustellen".

Weitere Informationen über die Arbeit von RomniPhen erhalten Sie hier.

 


„Our Voices, our Choices“ ist die internationale, geschlechterpolitische Podcast-Reihe der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier werden Geschichten über Frauen- und LGBTI-Menschenrechte erzählt: von Menschen, deren Stimmen nicht oft gehört und deren Rechte eingeschränkt werden.

Die einzelnen Folgen des Podcasts können Sie hier anhören (boell.de/podcasts).


Neue Literatur

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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