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Vortrag im Rahmen des Fachforums "Macht und Geschlecht" der BAG Mädchen*politik, der BAG Jungen*arbeit und des Projekts "Mein Testgelände"

Datum und Uhrzeit: 4.5.2021, 11:15h bis 12:00h

Ort: digital

Rassismus ist eine Machtformation, die sich in besonderer Weise auf Geschlecht, Geschlechterverhältnisse und Geschlechterperformance auswirkt. Besonders wenn die historische Kontinuität kolonialer und rassistischer Macht Berücksichtigung findet. Ziel des Vortrags ist es einerseits zu zeigen, wie die Zuschreibungen wirken, aber auch die Lebensrealität und -erfahrungen Schwarzer Frauen* und Women* of Color als Transformationskraft der Veränderung zu verstehen, erkennen und sich ihr entgegen zu stellen.

Referent*in: Denise Bergold-Caldwell, Dr. (phil.) ist wissenschaftliche Referentin am Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung. Sie ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin. Sie interessiert sich für Schwarze Feministische Theorie, kritische post- und dekoloniale Theorien sowie für Bildungstheorie(n) in diesen Kontexten.

Zur Anmeldung klicken Sie hier.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie hier.

 


Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe „Nachteil hoch zwei plus x – Intersektionalität im Kontext von Behinderung“

Veranstaltet durch: Transfernetzwerk Soziale Innovation – s_inn und das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS)

Vortrag von: Prof. Dr. Swantje Köbsell

Datum und Uhrzeit: 22.04.2021 von 18 bis 19.30 Uhr

Ort: digital (über Zoom oder im YouTube-Streaming)

Prof. Dr. Swantje Köbsell ist Professorin für Disability Studies an der Alice Salomon Hochschule (ASH) in Berlin. Sie war in der Krüppelbewegung der 1980er-Jahre aktiv und hat die Disability Studies in Deutschland maßgeblich mitbegründet. In ihrem Vortrag führt sie zunächst den Begriff Intersektionalität kurz ein und thematisiert sodann die Auswirkungen des Zusammenspiels von Behinderung und Geschlecht im Leben behinderter Frauen und Männer.

Dr. Sabrina Schramme, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der EvH und Projektmitarbeiterin bei Bethel.regional, wird den Vortrag mit Erkenntnissen aus ihrer empirischen Forschung zum Thema „Inklusions-/Integrationserfahrungen und Intersektionalität“ abrunden, anschließend folgt eine Diskussionsrunde.

Der Vortrag kann auf der Plattform „Zoom“ nach fristgerechter Registrierung live verfolgt werden und wird leicht zeitverzögert über YouTube gestreamt.

Falls Sie Gebärdensprache oder Schriftdolmetschung benötigen, ist eine Teilnahme am Vortrag über Zoom zu empfehlen. Melden Sie den Dolmetschbedarf bitte bei Jens Koller unter koller@evh-bochum.de an.

Zur Anmeldung bis zum 22.04.2021 klicken Sie hier. 

Für weitere Fragen steht Ihnen Sinem Malgac unter der E-Mail-Adresse malgac@evh-bochum.de zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe finden Sie auf der Website von BODYS unter und auf der Website von s_inn.



Drei Videos von Antke A. Engel und Filmfetch (Magda Wystub; Tali Tiller)

(Full HD 16:9; insg. 49:32 min, Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2021)

mit deutschen und englischen Untertiteln

FernUniversität Hagen 2021

Videos

Das Video KÖRPER (20:16 min) fragt: Wie werden Körper in die zweigeschlechtliche Ordnung hinein sozialisiert? Welche Rolle kommt hierbei der Idealisierung von Heterosexualität zu? Mit dem Begriff der ‚Heteronormativität’ analysiert Queer Theorie, wie Geschlechterbinarität und eine heterosexuelle Kanalisierung des Begehrens sich gegenseitig absichern. Das „Körper“-Video inszeniert Prozesse des Doing Gender zwischen normativer Zurichtung, Widerstand, Eigensinn und geteilter Praxis. ‚Queere Körper – Körper queeren‘ – gibt es so etwas wie ‚queere Körper‘? Oder ist Queering immer eine Praxis und Queerness ein Effekt, der Körper und Subjektivitäten im Prozess erfasst?

zum Video "KÖRPER"

Das Video FIGURATIONEN (13:16 min) befasst sich mit der Macht der Sprache – und damit, wie Sprache verkörpert wird. Sprache kann verletzen oder ermächtigen; sie kann Herrschaft stabilisieren oder anfechten. Deshalb fragt Queer Theorie, inwiefern Figurationen von Geschlecht und Sexualität – verknüpft mit weiteren Aspekten sozialer Unterscheidung – zur Stabilisierung von Herrschaft beitragen. Wo wird Queerness als etwas produziert, das abgewertet und abgewehrt wird? Aber auch: Wo wird Queerness als etwas produziert, das begehrt oder mit Stolz angeeignet wird? Wo wird Queering geleistet, um die Gewalt der Normalität zu unterbrechen?

zum Video "FIGURATIONEN"

Das Video WELTEN (16:00 min) betont Prozesse: Welt, Welten, welten und geweltet werden, queer worlding. Es ist ein Plädoyer für vielfältige Perspektiven auf komplexe, veränderliche und oft konfliktreiche Abläufe. Unter welchen Umständen kann Begehren sich der Heteronorm entziehen? Kann Begehren Auswege aus der Gewalt eröffnen? Aus der Gewalt der Normalität? – so fragt Queer Theorie und betont, dass unterschiedliche Formen von Gewalt durch Überlegenheitsphantasien gespeist sind: Sexismus, Rassismus, Nationalismus, Ableismus, Heteronormativität und Anthropozentrismus. Diese greifen ineinander und weisen doch auch unvergleichbare Besonderheiten auf. Was hat queer worlding hier zu bieten?

zum Video "WELTEN"


Es sind Beiträge sowohl mit literatur- und medienwissenschaftlicher (Teil I) als auch mit literatur- und mediendidaktischer Schwerpunktsetzung (Teil II) erwünscht, die Beitragsausrichtung kann dabei sowohl empirisch als auch theoretisch sein.

Interessierte können bis zum 30.04.2021 ein Kurzexposé (ca. 300 Wörter) sowie eine Kurzbiografie an christina.lammer@uni-paderborn.de (literatur- und medienwissenschaftliche Ausrichtung) oder magdalena.kissling@uni-paderborn.de (literatur- und mediendidaktische Ausrichtung) senden.

Der Sammelband wird auf der Plattform Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (https://www.avldigital.de) im Open Access veröffentlicht. Erwünscht sind Beiträge im Umfang von 40.000-60.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bis 1.10.2021.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.


Neue Literatur

Coffey, Judith/Laumann, Vivien: Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen. Verbrecher Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Bomy, Charlotte/Wegener, Lisa (Hrsg.): Surf durch undefiniertes Gelände. Internationale queere Dramatik, Neofelis Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Christina Lammer: Erinnerung und Identität. Literarische Konstruktionen in Doeschka Meijsings Prosa. Transkript: Bielefeld 2020.

Fernandez, Elsa: Fragmente über das Überleben. Romni Geschichte und Gadje-Rassismus. Unrast Verlag: Münster 2020.

hooks, bell: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Unrast Verlag: Münster 2020.

Sweetapple, Christopher/ Voß, Heinz-Jürgen/ Wolter, Salih Alexander:
Intersektionalität. Von der Antidiskriminierung zur befreiten Gesellschaft? Stuttgart 2020.

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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