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Aktuelles


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Das meritokratische Versprechen der Moderne suggeriert die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe aller. Ein schönes Ideal, aber: inwiefern trifft dies die gesellschaftliche Realität? Im Vortrag werden verschiedene Mechanismen struktureller Diskriminierung erläutert und in ihrem intersektionalen Zusammenwirkung betrachtet. Wo es Diskriminierte gibt, gibt es auch immer Diskriminierende. Entgegen der verbreiteten Ausrichtung, allein auf die Diskriminierten zu fokussieren, wird eine Blickwinkelverschiebung hin zu den Diskriminierenden vorgenommen. Darauf aufbauend wird anhand von Forschungsergebnissen aufgezeigt, wie Menschen in ihrem strukturellen Einbezogensein (z.B. als Cis-Mann, Weiße_r, Bildungsprivilegierte_r, körperliche Befähigte_r usw.) (auch unbewusst) diskriminierend handeln und es der bewussten Reflexion dieser Mechanismen bedarf, um ein solidarisches, egalitäres Handeln anzustreben.

Termin: 14. Mai 2015

Ort: Hörsaal 3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Uhrzeit: 20:00

Vortrag und Diskussion mit Friederike Reher (reher[ät]portal-intersektionalitaet.de)


Gemeinsame Tagung der DGS Sektion “Soziale Probleme und soziale Kontrolle“, der Fellow Gruppe „Inklusion bei Behinderung“ des MPI für Sozialrecht und Sozialpolitik, München und des Lehrstuhls für Diversitätssoziologie der Technischen Universität München, Zeit: 30.-31.1.2014, Ort: München

Um Abstracts für Beitragsvorschläge bitten wir bis zum 31. Juli 2013.

Im Rahmen der Tagung soll ein intensiver Austausch über unterschiedliche theoretische wie empirische Zugänge zum Thema Vielfalt/Verschiedenheit stattfinden: Erstens stehen Inklusions‐/Exklusionstheorien im Vordergrund, die Aufschluss über Ein‐ und Ausschlussmechanismen und letztlich Teilhabemöglichkeiten in der Gegenwartgesellschaft geben sollen. In einem zweiten Schritt soll eine vergleichende Zusammenschau von Ansätzen der Ungleichheitsforschung, der Intersektionalitätsforschung und der Diversity Studies unterschiedliche Schwerpunktsetzungen im Umgang mit Diversität/Verschiedenheit sichtbar machen. Drittens soll die theoretische Auseinandersetzung mit Diversität und damit einhergehenden Inklusions‐/Exklusionsfolgen durch die Rückbindung an den Themenkomplex Arbeit konkretisiert werden. Behinderung wird in den drei skizzierten Themengebieten als Querschnittsthema behandelt. Durch den Fokus auf Beeinträchtigung/Behinderung soll zum einen einer der randständigsten Ungleichheitskategorien (die gebührende) Aufmerksamkeit geschenkt werden und zugleich die Reichweite des Erklärungsgehalts der verhandelten Theorien und empirischen Forschungen besonders deutlich werden.


Neue Literatur

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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