Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Aus dem Ankündigungstext des Projektes InTraHealth:

"Wir möchten herausfinden, welche Erfahrungen inter* und trans Menschen in der allgemeinen Gesundheitsversorgung in Deutschland machen. Dabei ist uns wichtig zu verstehen, wie sich erfahrene und/oder erwartete Diskriminierung darauf auswirken, wie Gesundheitsleistungen genutzt werden (können).

Die Studie findet im Rahmen des Projekts InTraHealth (FH Dortmund) statt und hat zwei Teile:

  1. Bundesweite Online-Befragung (Dauer: ca. 45 Min.)
  2. Bundesweite Online-Studieninterviews  (Dauer: ca. 60-90 Min.)

Die Studieninterviews werden von Rebecca Klocke, M.A., über ein sicheres Videokonferenz-Tool durchgeführt. [...]

Wir möchten insbesondere auch Menschen mit Erfahrungen mit Mehrfachdiskriminierung einladen, sich an den Interviews und der Studie zu beteiligen. Damit meinen wir insbesondere inter* und trans Personen mit Rassismuserfahrung, Antisemitismuserfahrung, in höherem Alter, mit Beeinträchtigung oder Behinderungserfahrung oder Menschen, die wenig Geld haben.

Die InTraStudie erfasst Diskriminierungserfahrungen intersektional – Ihre Erfahrungen sind uns wichtig!"

Save the date!
Mittwoch, 22. Juli 2020, 18.00 bis ca. 19.30 Uhr
Auftaktveranstaltung zur Studie im InTraHealth Projekt
Live im Webstream - keine Anmeldung erforderlich
Nähere Informationen zur Veranstaltung

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Studie, Teilnahmebedinugngen und Aufwandsentschädigung.


Noelle O'Brien-Coker bearbeitet in der Podcast-Reihe "Wortewandel - Sprache ohne Rassismus" des Deutschlandfunk Kultur rassismuskritisches Sprachhandeln. Ein Beitrag der Reihe ist dem Paradigma Intersektionalität gewidmet.

Aus dem Ankündigungstext:

"Eine Frau kann rassistisch diskriminiert werden, und zugleich auch noch wegen ihres Geschlechts: Intersektionalität beschreibt die Überschneidung und Gleichzeitigkeit von verschiedenen Diskriminierungsformen. Der Begriff wird viel verwandt – aber auch kritisch gesehen.

Die Musikerin Gin Bali über die Frage, was intersektional für sie bedeutet:

'Gerade für mich als feministische Aktivistin ist Feminismus kein Feminismus, wenn er nicht intersektional ist. Intersektionale Aktivist*innen machen darauf aufmerksam, dass Diskriminierung nicht nur auf einer Ebene geschieht, sondern bei vielen Menschen auf vielen verschiedenen Ebenen. Menschen, die von Sexismus betroffen sind, können genauso auch von Rassismus und Klassismus betroffen sein und allen anderen Ismen.' [...]" (https://www.deutschlandfunkkultur.de/serie-wortewandel-intersektional.2165.de.html?dram:article_id=479829)

Hier erhalten sie weitere Informationen zur Podcast-Reihe des Deutschlandfunk Kultur.


Anna Kilina liegt in ihrem Bett. Unter ihrem Kopf ist ein rosa Kissen. Sie trägt ein rotes Oberteil. Ihr Blick geht in den Raum hinein an der Kamera vorbei, sie spricht.

Eine reale visuelle Erzählung: Anna Kilina
konzeptuelle Assistenz: Kira Shmyreva
Objektinstallation: Anna Kilina & Kira Shmyreva
Texte: Anna Kilina & Kira Shmyreva, performt von Anna Kilina & Kira Shmyreva
Musik: Sofia Gubaidulina, performt von Roman Malyavkin
Freaksobjekte: David Konkol
Deutsch: Sven Drebes, Kira Shmyreva, Luca

Aus dem Ankündigungstext:

"Das ist eine Geschichte über Stigmatisierung, Schein-Inklusion, Anpassungsmechanismen, Prothesenversorgung als ein nationales Konzept der Verbesserung und Vermenschlichung, Heteronormativität und Binarität bei der Prothesenversorgung, Verallgemeinerung der Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen, Verschwörungstheorien über die eigene Behinderung und Befreiung von diesen Konstrukten. Alle wollen von Anna, dass sie angepasst ist. Die Zentren für Prothesenversorgung wollen etwas über sie in ihren Instagram- und Facebook-Accounts posten und Anna als „Supercrip“ und paralympische Sportlerin zeigen, sonst bräuchte Anna keine bionische Armprothese. Sie sind auch ableistisch und wollen «schöne» Bilder von Anna machen. Anna sollte dann wieder wie eine „normale, attraktive Frau“ aussehen, dank der Armprothese. Die Eltern wollen, dass Anna ein Survivor ist und sie ihnen für ihr Überleben und die Prothesenversorgung dankt. Anna sollte auch dankbar sein, dass ihre Eltern Anna nicht in der Einrichtung gelassen hatten. Sie wollen, dass sie ein unauffälliges Leben in Einsamkeit lebt, mit Überstunden die sie arbeitet, um der Welt der „Normalen“ näher zu sein. Die Leiter*innen eines inklusiven Theaterprojekts nutzen Anna als ein (Vorzeige-) Modell für Inklusion. Anna sollte eine außerirdische Person spielen und dafür bestimmte Besonderheiten haben. Anna sollte plastisch wie eine Tänzerin sein, mit dem linken Arm gleichzeitig inspirieren und Mitleid beim Publikum erwecken. Die Queer-Community will von Anna ein queeres Aussehen (vielleicht mindestens Regenbogen-Socken von Adidas) und ein dazu passendes Verhalten. Ist es auch ein Status, queer zu sein? Doch das sind alles nicht Annas Geschichten. Anna will selbstbewusst und irdisch sein, ihre Behinderung lieben. In ihrer autobiographischen Performance erzählt Anna über den linken Arm und befreit sich von allen Verschwörungstheorien und nationalen und ableistischen Konstrukten. Anna's Pride Parade findet wegen Anna's chronischen Schmeryen in ihrem Bett statt."

Zu Video-Link geht es hier.


Zeit: Mittwoch, den 17.06.2020 von 16-18 Uhr

Ort: via Zoom (Anmeldung erforderlich)

Der Vortrag geht auf verschiedene Aspekte zum Thema ein. Zunächst soll es darum gehen, den Begriff „Critical Whiteness" zu definieren und zu beleuchten. Im Anschluss werden Fallbeispiele aus zwei Gruppen analysiert: die erste Gruppe bezieht sich auf „rassenspezifische Diskriminierung" innerhalb der Gehörlosengemeinschaft Deutschlands und die zweite Gruppe auf „Weiße Privilegien", was sich unter anderem auf Dolmetscher*innen, Fachpersonen, wie beispielsweise Lehrer*innen und Berater*innen bezieht, aber auch taube Personen, ebenso innerhalb Deutschlands. Daraufhin wird die Frage nach Zusammenhängen zwischen Critical Whiteness und Audismus, Sexismus, Homophobie etc. gestellt und ein Input zum Umgang mit dem Thema gegeben. Abschließend stellt sich die Frage, welche Empfehlungen es für die Gehörlosengemeinschaften in Deutschland geben kann.

Sprachen: Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Deutsche Lautsprache

Hier geht es zum Anmeldeformular.


Auf der Internetseite der "behindert und verrückt feiern" Pride Parade heißt es in Einfacher Sprache:

"Am 25. Mai 2020 wurde in den USA George Floyd durch einen Polizisten umgebracht.

Goerge Floyd war ein Schwarzer Mann.

Oft ist die Polizei zu Schwarzen Menschen härter und setzt mehr Gewalt ein als bei weißen Menschen.

In den USA gibt es deshalb viele Proteste gegen rassistische Polizeigewalt.

Wir sind solidarisch mit der Forderung, dass Rassismus und rassistische Polizeigewalt aufhören muss!

Dabei schauen wir nicht nur in die USA.

Auch in Deutschland gibt es jeden Tag Rassismus.

Auch in Deutschland gibt es rassistische Polizeigewalt.

Und auch in Deutschland sterben Schwarze Menschen an den Folgen dieser Gewalt.

Wir sagen: "Nein - das darf nicht weitergehen!"

Wir sagen: "Rassismus bekämpfen - für Solidarität und Menschenrechte!"

Für uns als BEHINDERT UND VERRÜCKT FEIERN PRIDE PARADE gilt (in Anlehnung an Audre Lorde):

Alle Kämpfe Schwarzer Menschen sind auch Kämpfe der behinderten und verrückten Menschen.

Alle Kämpfe der behinderten und verrückten Menschen sind auch Kämpfe der Schwarzen Menschen.

Denn: Tausende Schwarze Menschen auf der Welt sind auch behindert und verrück. Tausende verrückte und behinderte Menschen auf der Welt sind auch Schwarz.

Tupoka Ogette sagt: „Wir alle können nichts für die Welt, in die wir hineingeboren wurden. Aber jede und jeder kann Verantwortung übernehmen und diese Welt mitgestalten."

Gemeinsam sind wir stark!

Gemeinsam gegen Rasissmus und Gewalt!

Für Inklusion und Menschnrechte!"


Neue Literatur

Bomy, Charlotte/Wegener, Lisa (Hrsg.): Surf durch undefiniertes Gelände. Internationale queere Dramatik, Neofelis Verlag: Berlin 2021 (im Erscheinen)

Fernandez, Elsa: Fragmente über das Überleben. Romni Geschichte und Gadje-Rassismus. Unrast Verlag: Münster 2020.

hooks, bell: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Unrast Verlag: Münster 2020.

Sweetapple, Christopher/ Voß, Heinz-Jürgen/ Wolter, Salih Alexander:
Intersektionalität. Von der Antidiskriminierung zur befreiten Gesellschaft? Stuttgart 2020.

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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