Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Wie kann eine Gesellschaft demokratisch sein, wenn ihre Betriebe und Institutionen hierarchisch sind?
Dies ist eine der Fragestellungen für dieses Buch. Es soll Reflexionen und Interviews zu Erfahrungen des Hierarchisierens, Einschließens und Ausschließens innerhalb, zwischen und an den Grenzen von Institutionen und Betrieben versammeln. Ebenso sollen auch theoretische Texte zu Hierarchien in Institutionen und Betrieben vertreten sein.

Wir verstehen außerdem mit Hilfe der Theorien der Intersektionen, dass unterschiedliche Herrschaftsformen relativ eigenständige Dynamiken und Praktiken des Hierarchisierens, Einschließens und Ausschließens entwickeln.

Dieses Buch wird von einem Buchkollektiv herausgegeben. Falls Sie Interesse daran haben, einen Beitrag durch ein Interview, eine Reflexion oder einen theoretischen Text zu leisten, bitte wenden Sie sich an:utta.isop[at]gmx.net

Kriterien für Ihren Beitrag:
Falls Sie sich dazu entschieden haben, einen Beitrag zu verfassen, bitte melden Sie rück, ob Sie im Kritik-Teil oder im Utopie-Teil schreiben wollen! Und ob Sie ein Interview, eine Reflexion oder einen theoretischen Text schreiben.

Bitte verfassen Sie ein kurzes Abstract und senden Sie dieses bis spätestens 30. Oktober 2015 an: utta.isop[at]gmx.net.

Ihr Betrag sollte sich zwischen 2.000 und 10.000 Zeichen bewegen. Bitte achten Sie besonders auf die einfache und lesbare Sprache!

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Scholars have been exploring the history of women, gender and empire for more than three decades. Starting off by questioning the notion of colonialism as an exclusively male endeavor, they did not just add the stories of white and colonized women to the historiography on empire. They explored the effects of colonization on indigenous and migrant women and stressed the centrality of western women to the imperial project, but went on to expose colonialism itself as a fundamentally gendered project. However, despite the large body of literature that has been produced over years the history of gender and empire is far from told. On the contrary, the amount of scholarship has only served to reveal the complexity of colonial gender practices, relations and ideologies.

Focusing on how gender intersected with other social categories such as race, class, religion and sexuality the conference will reexamine the interconnected histories of gender and empire. At the same time we strive for a comparative perspective of the subject in order to address similarities and differences between various colonial and imperial settings.

Our main objectives are

- to systematically combine gender, colonial and new imperial history and thereby develop new global perspectives on political, social, and cultural processes within empires,

- to apply intersectional approaches to specific historical case studies in order to redefine the complex relationship between gender and empire, and

- to compare maritime and continental empires.

The papers deal with key issues of colonial and gender history such as intimacy, sexuality, war, labor or education. They focus on various imperial formations from “typical” colonies in Africa or Asia, to settler colonial settings and imperial peripheries within Europe or Asia.

The conference will be held in English.

Participation is for free, but please register till August 13th, 2015 since we have only limited seats available at our venue. Contact: Dörte Lerp (dlerp[at]uni-koeln.de), Alina Klein (aklein23[at]smail.uni-koeln.de)

Datum: 23.-26. September 2015

Veranstaltungsort: Internationales Kolleg Morphomata, Weyertal 59, 50937 Köln

weiterführende Informationen


Mit dem Prozess "Mädchenarbeit reloaded" bietet die LAG Mädchenarbeit in NRW Neueinsteiger_innen, Praktiker_innen, alten Häsinnen und Diskurs-interessierten im Rahmen von Fachforen und Fortbildungen die Möglichkeit, , sich über aktuelle Diskurse und Entwicklungen der feministischen Mädchenarbeit zu informieren, Begrifflichkeiten zu klären, sich anregen zu lassen, ihre Arbeit zu reflektieren und sich an der Entwicklung von Perspektiven für die feministische Mädchenarbeit zu beteiligen. Neben dem ersten Fachforum am 11. Juni 2015 sind zwei weitere Fachforen im Herbst 2015 und eine Fortbildung zur rassismuskritischen Mädchenarbeit geplant.
Die theoretischen Impulse sowie die zentralen Ergebnisse der Diskussionen werden zeitnah auf der Website der LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. veröffentlicht.

Dieses erste Fachforum im Rahmen des Diskussionsprozesses
Mädchenarbeit reloaded bietet eine Einführung in queere und
intersektionale Diskurse im Kontext von Mädchenarbeit sowie Räume
für fachlichen Austausch, offene Fragen, neue Möglichkeiten,
Widerstand, Widersprüche sowie kreatives Weiterdenken...

Datum: 11. Juni 2015

Zeitrahmen: 9-15h

Veranstaltungsort: Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V.
Robertstraße 5a, 42107 Wuppertal

weitere Informationen


4. Graduiertenkonferenz des Gießener Graduiertenzentrums Sozial-, Wirtschafts-, und Rechtswissenschaften (GGS)

Intersektionalität verfolgt das Ziel, Dimensionen sozialer Ungleichheit in ihrer ‚Verwobenheit‘ bzw. ‚Überkreuzung‘ zu beschreiben und deren Wechselspiel zu analysieren. Unterschiedliche soziale Kategorien, wie beispielsweise Geschlecht, Alter oder Ethnizität, werden folglich nicht einzeln oder additiv, sondern gleichzeitig in den Blick genommen. Soziale Kategorien in ihrer ‚Verwobenheit‘ werden dabei nicht zwangsweise als statisch gesehen, sondern können in ihrem Zusammenspiel auch als dynamische Prozesse verstanden werden, wie sich diese in biografischen Verläufen nachzeichnen lassen. Wir gehen davon aus, dass sich das innovative Potenzial einer intersektionalen Perspektive im Kontext der Biografieforschung als fruchtbar erweisen könnte, da sich mittels biografischer Ansätze einerseits verschiedene soziale Kategorien gleichzeitig in den Blick nehmen lassen und sich andererseits verfolgen lässt, ob und wie sich das Zusammenspiel verschiedener Kategorien möglicherweise im Verlauf des Lebens verändert. Eine biografische Sichtweise könnte diesbezüglich eine neue Möglichkeit eröffnen, die lebensgeschichtliche Relevanz sozialer Kategorien zu bestimmen.

Wir laden Promovierende und Postdoktorierende aus allen wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit dem biografischen Zusammenspiel unterschiedlicher Kategorien sozialer Benachteiligung auseinandersetzen, zu der Konferenz der Forschungssektion „Soziale Ungleichheit und Geschlecht“ am Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ein.
Geplant sind Vorträge mit einer Dauer von jeweils ca. 25 Minuten und einer anschließenden Diskussion im Plenum von ca. 20 Minuten. Interessenten werden bis einschließlich 30. Juni um einen Abstract im Umfang von ca. 2000 Zeichen gebeten. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.

Organisation und Kontakt:
Dominik.Wagner[ät]erziehung.uni-giessen.de
Silke.Jakob[ät]yahoo.de

Termin: 27.-28.11.2015

Ort: Justus-Liebig-Universität Gießen


Im Rahmen der Veranstaltung sollen Perspektiven auf eine intersektionale
und queere Diversitätspolitik im Rahmen von Hochschulen vorgestellt
werden. Grundlage hierfür sind qualitative Interviews, die an der
University of California, Berkeley, geführt wurden. Anfangs sollen
Einschätzungen der Praktiker*innen geteilt sowie eine Übersicht über
die institutionellen Strukturen dort gegeben werden, ist doch das
Besondere für diese Hochschule die enge Verzahnung von Aktivismus,
Forschung und Lehre sowie der Universität als Institution. Anschließend
soll im Rahmen des Forums ausführlich mit den Teilnehmer*innen
diskutiert werden, welche Möglichkeiten es zur Umsetzung einer
intersektionalen und queeren Diversitätspolitik im deutschsprachigen
Hochschulkontext gibt.

Lucienne Wagner, M.A. Sozialwissenschaften; arbeitete im Rahmen ihrer
Masterarbeit zu 
Möglichkeiten einer intersektionalen und queeren
Diversitätspolitik am Beispiel einer empirischen Fallstudie an der
University of California, Berkeley.

 
Termin: 8. Juni 2015, 18:00-20:00 Uhr

Ort: Humboldt-Universität Berlin, Unter den Linden 6, Raum 2070A



Neue Literatur

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017

Böhmer, Anselm: Bildung der Arbeitsgesellschaft. Intersektionelle Anmerkungen zur Vergesellschaftung durch Bildungsformate. Bielefeld: Transkript 2016

Riegel, Christine: Bildung - Intersektionalität - Othering. Pädagogisches Handeln in widersprüchlichen Verhältnissen. Bielefeld: Transkript 2016

Amirpur, Donja: Migrationsbedingt behindert? Familien im Hilfesystem. Eine intersektionale Perspektive. Bielefeld: Transkript 2016


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