Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Intersektionale und postkoloniale Perspektiven auf musikalische Felder

Zeit: Donnerstag, 10. Oktober 2013 bis Samstag, 12. Oktober 2013
Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Feministische Forschung zu Musik hat die geschlechtsspezifischen Bedingungen für die Produktion, Verbreitung und Bewertung sowie für die Aneignung und den Umgang mit Musik offengelegt und die Partizipation und Repräsentation von Frauen in musikalischen Genres untersucht. Weniger Aufmerksamkeit erlangten hingegen Fragen zur Konstruktion von Exotismus, den Prozessen des „Othering“ und der Produktion und Zirkulation der Repräsentation von Differenz.

Die Konferenz widmet sich der Relevanz von Geschlecht und Geschlechterkonstruktionen in musikalischen Feldern in lokalen und nationalen Kontexten sowie im globalen Vergleich. Ins-besondere feministische, intersektionale und postkoloniale Perspektiven auf Klassik, experi-mentelle Musik, Jazz und Popularmusik sollen präsentiert und diskutiert werden. Willkommen sind theoretische Ansätze und empirische Befunde, welche die Bedeutungen von Gender, Sexualität und Körper sowie „race“ / Ethnizität und Klasse in musikalischen Feldern ausloten und danach fragen, wie essentialistische Vorstellungen von Geschlecht, „race“ und Ethnizität im Kontext globaler Transformationen herausgefordert oder reproduziert werden.


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Eine intersektionale Dispositivanalyse von Work-Life-Balance-Maßnahmen
Erschienen: September 2012

Eine intersektionale Dispositivanalyse von "Geschlechterregimen" im Postfordismus: Neben einer regulationstheoretischen und poststrukturalistischen Reflexion des Begriffs widmet sich das Buch
Geschlechterregimen im Kontext von Arbeitsorganisation,  gouvernementalen und biopolitischen Regierungsmaßnahmen sowie von Formen der Subjekt-Werdung. Am Beispiel von Maßnahmen zur Work-Life-Balance geht Stefan Paulus der engen Verwobenheit postfordistischer Produktions- und Reproduktionssphären mit Geschlechterverhältnissen ebenso auf den Grund wie der aktiven Mitwirkung der Subjekte an deren Gestaltung.

Stefan Paulus (Dr. rer. pol.) hat an der Technischen Universität Hamburg-Harburg promoviert.

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Termin: 8. November
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: FH Potsdam (Friedrich-Ebert-Str. 4, 14467 Potsdam, Raum 4041/43)

Adultismus gilt als eine sehr verbreitete und eigenständige Diskriminierungsform gegen Kinder vor allem durch Erwachsene, die bereits da beginnt, wo Kinder verniedlicht werden und durch diskriminierende Äußerungen, Verbote und Gebote sowie Handlungen der Erwachsenen verschiedenste Formen annimmt. In dem Vortrag wird ein spezifischer Akzent gesetzt: Dieser liegt darin, dass die Verwobenheit (Intersektionalität) von Adultismus mit Rassismus,Antisemitismus, Sexismus, Antiziganismus und anderen Diskriminierungsformen reflektiert wird, denen Kinder oftmals gleichzeitig ausgesetzt sind. Im Vortrag wird zudem diskutiert, inwiefern Selbstreflexion und Sensibilisierung sowie bewusste Entscheidung als Ausgangspunkte für eine Welt ohne Adultismus fungieren.

Die Vorlesung ist Teil der Ringvorlesung "Let's talk about Gender und Diversity als berufliche Schlüsselkompetenzen"und offen für alle Interessierten.


Unter dem Titel „Zusammen zum Ziel!“ findet in diesem Herbst und Winter eine kleine Kampagne statt, welche die Ansätze der Intersektionalität und Unity of Oppression stärker in den politischen Alltag bringen möchte. Wir, das Orga-Team, möchten Gelegenheiten zu theoretischer, praktischer und persönlicher Vernetzung, zu Austausch und wechselseitiger konstruktiver Kritik von Aktivist*innen schaffen. Zu diesem Zweck findet vom 12. bis 14. Oktober ein Workshop-Wochenende in Braunschweig statt. Die vielfältigen Workshops und Vorträge geben Einblicke in verschiedene Theorien und Praxen, welche die Zusammenhänge von Unterdrückungsmeachanismen beachten, und schaffen Gelegenheiten, die eigene Arbeit zu reflektieren. Auch strömungsübergreifende Denk- und Handlungsansätze können diskutiert und geplant werden.

Teilnahme und Verpflegung gegen freiwillige Spende, Unterkunft kann
organisiert werden! Anmeldung bitte an: Zusammen-zum-Ziel@riseup.net
Mehr Infos unter: www.ZusammenZumZiel.blogsport.de


Plenarveranstaltungen der DGS  Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ 

Stream 5
Theoretische Herausforderungen: Welche Vielfalt? Warum Zusammenhalt?

Plenum 13:
Diversity und Intersektionalität
Dienstag, 02.10.2012, 09:00-12:30 Uhr HGC 10, Ruhr Universität Bochum

Organisation:

  • Sektion Frauen- und Geschlechterforschung
  • Sektion Biographieforschung
  • Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse
  • Sektion Wissenssoziologie


ReferentInnen:
Ilse Lenz (Bochum): (Wie) Intersektionalität verstehen? Von Dualismen zur Differenzierung der Differenzen

Andrea Bührmann (Göttingen): Mehr Geschlechtergerechtigkeit durch mehr Geschlechterungleichheit? Zur Re-Naturalisierung der Geschlechterdifferenzen in der Debatte über die Einführung von Geschlechterquoten in Top- Management-Teams

Anne Waldschmidt (Köln): ›Disability‹ intersektional denken: Ein Versuch im Anschluss an die Gender Studies

Albert Scherr (Freiburg): Diskriminierung: Die Verwendung von Differenzen zur Herstellung und Verfestigung von Ungleichheiten.

Thomas Faist / Christian Ulbricht (Bielefeld): »Doing National Identity« durch Transnationalität: Ungleichheitsrelevante Kategorisierungen in Integrationsdebatten.



Plenum 5:
Erzeugung und Legitimierung sozialer Ungleichheiten durch Bildung, Sozialstaat und Professionen
Mittwoch, 03.10.2012, 09:00-12:30 Uhr HZO 30, Ruhr Universität Bochum

Organisation:

  • Sektion Bildung und Erziehung
  • Sektion Sozialpolitik
  • Sektion Professionssoziologie
  • Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse

ReferentInnen:

Heike Solga (Berlin): Bildung und materielle Ungleichheiten – Der investive Sozialstaat auf dem Prüfstand

Janna Teltemann (Bremen): Gleichheit oder Leistung – welchen Einfluss haben Bildungssysteme, Wohlfahrtsstaat und Einwanderungspolitik auf den Schulerfolg von Migranten?

Markus Promberger (Nürnberg): Was hat Hartz IV gebracht? Der Beitrag der Grundsicherungsreform 2005 zur Entwicklung der Armutspolitik in Deutschland

Jürgen Gerhards (Berlin) / Silke Hans (Berlin) / Sören Carlson (Berlin): Transnationales Bildungskapital, Reprivatisierung der Ausbildung und neue soziale Ungleichheiten

Ursula Streckeisen (Bern): Das ›Anwalt-Richter-Dilemma‹ und der Lehrberuf

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Neue Literatur

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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