Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Wir leben in einer komplexen Welt. Und ebenso komplex sind die bewussten und unbewussten Diskriminierungen, denen wir im Alltag unterliegen und für die wir auch manchmal selbst verantwortlich sind. In der Wissenschaft hat sich dafür der ziemlich sperrige Begriff der "Intersektionalität" etabliert.

In der Schwarzen Frauenbewegung wurzelnd, ist bei diesem Konzept der Gedanke zentral, dass Menschen nie nur "eines" sind. Denn Identitäten sind vielschichtig, genauso wie die damit zusammenhängenden Machtverhältnisse und Diskriminierungserfahrungen. Intersektionalität richtet im Kern also den Blick auf das Zusammenwirken unterschiedlicher Formen von Diskriminierung und stellt eine Möglichkeit dar, die Komplexität und Dynamik menschlichen Interagierens in diesem Sinne abzubilden.

Was aber ist damit genau gemeint und wie kann uns dieses Konzept dabei helfen, diskriminierende Strukturen in unserem Alltag wahrzunehmen und unsere eigene Position zu erkennen? Und wie können Strukturen, die Diskriminierung befördern und verfestigen, verändert oder abgebaut werden?
Impulse für mögliche Antworten gibt unser Praxisworkshop "Inter...was? Diskriminierung erkennen, Widerstand verstehen und Handeln verändern" der sich an Aktive aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Medien richtet.

Zu diesem Workshop, der am 6. und 7. November 2015 in der Weiberwirtschaft in Berlin (Anklamer Straße 38, 10115 Berlin) stattfinden wird, lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung Sie herzlich ein.
Das Platzangebot ist, um ein intensives Arbeiten in kleiner Runde zu ermöglichen, beschränkt Bitte melden Sie sich über diesen Link
<http://www.fes.de/oas/portal/pls/portal/showvera.suche?veranummer=195999>
an.


Neue Literatur

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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