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Aktuelles


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Das Kölner Landgericht wertete im Mai vergangenen Jahres die religiös-motivierte Beschneidung eines vierjährigen Jungen als „einfache Körperverletzung“.  Daraufhin entfachte im ganzen Land eine intensive gesellschaftliche und politische Debatte über
Kinderrechte, Religionsfreiheit, medizinische Vor- und Nachteile der sogenannten Zirkumzision und die Beurteilung jüdischer und muslimische Traditionen.

Parallel zur stattgefunden Debatte im Bundestag fand eine gesellschaftliche Diskussion on- und offline über Beschneidung statt, im Laufe derer auch in großem Ausmaß Ressentiments gegenüber Jüd_innen und Muslim_innen geäußert wurden. Feministische und antirassistische Stimmen waren in der Debatte dagegen sehr leise bis kaum zu hören.

Hier setzt das GWI an: Wir eröffnen einen Debattenraum, in dem wir ohne rassistische und antisemitische Ressentiments mit Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen Postionen das Thema Beschneidung aus verschiedenen (queer)feministisch-geschlechterpolitischen-emanzipativen Perspektiven beleuchten und den bisher vermissten Positionen Raum geben wollen.

Wir laden alle ein, hier mitzudiskutieren. Melden Sie sich zu Wort mit

Kommentaren auf http://streit-wert.boellblog.org
und eigenen Beiträgen an Gunda-Werner-Institut.hbs@boell.de


Für: Werkstatt Mosaik Zukunft an 10. und 11. Januar 2014 in Hamburg

Leidenschaftliche Fragen – intersektionale Analysen – queer-feministische Perspektiven

die Gemeinsame Kommission für Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen möchte Euch einladen: Mischt Euch gemeinsam mit uns ein, sichtbarer zu werden mit Kritik, Gedanken, Wünschen und Entwürfen. Die Lebensbedingungen vieler Menschen in der BRD, in Europa und weltweit verschlechtern sich stetig. Führende Politiker*innen setzen alles daran, Banken zu retten und die Kapitalakkumulation aufrecht zu erhalten. Unter fortschreitender Legitimierung neoliberaler „Zwänge“ können viele Menschen auch aufgrund vielfältig verschränkter Diskriminierungen ihr Leben nicht selbstbestimmt leben und gestalten.

Wir suchen Studierende, Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen, Künstler*innen, die in der Werkstatt Mosaik Zukunft mit einem eigenen Statement diejenigen Fragen zur Gestaltung von Zukunft einbringen, die sie vom „ganzen Herzen“ her beschäftigen, für die sie sich begeistern, seien es Alltags- und Umsetzungsfragen, wissenschafts-kritische „Schubladenfragen“, „randständige“ Themen im eigenen Wissensgebiet; wir möchten es bewusst offen lassen.

Die Bitte ist, im ersten Schritt leidenschaftliche Fragen/Statements in Kurzform auf einer Seite mit ca. +/- 2.500 Zeichen bis 15. April 2013 an Dagmar Filter zuzusenden.

 

>> Weitere Informationen

>> http://www.zentrum-genderwissen.de


Nachdem es in der ersten Methodenkonferenz um den Video-Clip  „Zwei blaue Krokodile und die Lücke im System“ ging, soll es in der zweiten Konferenz um eine Methode gehen, die wir „Analyse von Dominanzkulturen in Organisationen“ genannt haben.

Die hier zur Diskussion gestellte Methode zielt auf die Strukturen und die Kulturen von oder in Institutionen bzw. Organisationen ab. Sie stellt den Versuch einer Weiterentwicklung einer Methode aus dem Gender Mainstreaming dar. Mit dieser Weiterentwicklung ist die Idee verbunden, mit Teilnehmenden von Fortbildungen in eine Auseinandersetzung über die Dominanzkulturen der eigenen Institutionen/Organisationen zu kommen, immer mit der Vorstellung verbunden, dass es uns ein Anliegen ist, auch die Arbeitsbedingungen derer, die zu Themen wie Herrschaft, Diskriminierungen/Privilegieren und Dominanzkulten arbeiten, mit zu diskutieren und bearbeitbar zu machen.

>> Zur Methodenkonferenz


Intersektionale und postkoloniale Perspektiven auf musikalische Felder

Zeit: Donnerstag, 10. Oktober 2013 bis Samstag, 12. Oktober 2013
Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Feministische Forschung zu Musik hat die geschlechtsspezifischen Bedingungen für die Produktion, Verbreitung und Bewertung sowie für die Aneignung und den Umgang mit Musik offengelegt und die Partizipation und Repräsentation von Frauen in musikalischen Genres untersucht. Weniger Aufmerksamkeit erlangten hingegen Fragen zur Konstruktion von Exotismus, den Prozessen des „Othering“ und der Produktion und Zirkulation der Repräsentation von Differenz.

Die Konferenz widmet sich der Relevanz von Geschlecht und Geschlechterkonstruktionen in musikalischen Feldern in lokalen und nationalen Kontexten sowie im globalen Vergleich. Ins-besondere feministische, intersektionale und postkoloniale Perspektiven auf Klassik, experi-mentelle Musik, Jazz und Popularmusik sollen präsentiert und diskutiert werden. Willkommen sind theoretische Ansätze und empirische Befunde, welche die Bedeutungen von Gender, Sexualität und Körper sowie „race“ / Ethnizität und Klasse in musikalischen Feldern ausloten und danach fragen, wie essentialistische Vorstellungen von Geschlecht, „race“ und Ethnizität im Kontext globaler Transformationen herausgefordert oder reproduziert werden.


>> Weitere Informationen (PDF)


Termin: 8. November
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: FH Potsdam (Friedrich-Ebert-Str. 4, 14467 Potsdam, Raum 4041/43)

Adultismus gilt als eine sehr verbreitete und eigenständige Diskriminierungsform gegen Kinder vor allem durch Erwachsene, die bereits da beginnt, wo Kinder verniedlicht werden und durch diskriminierende Äußerungen, Verbote und Gebote sowie Handlungen der Erwachsenen verschiedenste Formen annimmt. In dem Vortrag wird ein spezifischer Akzent gesetzt: Dieser liegt darin, dass die Verwobenheit (Intersektionalität) von Adultismus mit Rassismus,Antisemitismus, Sexismus, Antiziganismus und anderen Diskriminierungsformen reflektiert wird, denen Kinder oftmals gleichzeitig ausgesetzt sind. Im Vortrag wird zudem diskutiert, inwiefern Selbstreflexion und Sensibilisierung sowie bewusste Entscheidung als Ausgangspunkte für eine Welt ohne Adultismus fungieren.

Die Vorlesung ist Teil der Ringvorlesung "Let's talk about Gender und Diversity als berufliche Schlüsselkompetenzen"und offen für alle Interessierten.


Neue Literatur

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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