Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


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Zur Bedeutung der Kategorien Gender und Diversität in der interdisziplinären Forschung. Interdisziplinärer Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen der Geistes- und Sozialwissenschaften. 

Die interdisziplinäre Nachwuchstagung, „Alles Anders? – Zur Bedeutung der Kategorien Gender und Diversität in der interdisziplinären Forschung“ richtet sich an DoktorandInnen und junge Post-DoktorandInnen. Ziel ist eine polyperspektivische Betrachtung der Themenkomplexe Gender und Diversität. Hierfür erhoffen wir uns Vorträge (2 Vorträgen à 15 min folgt eine Diskussionsrunde von 30 min) aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Forschungsschwerpunkte Gender und Diversität gewinnen derzeit in der nationalen und internationalen Wissenschaftslandschaft zunehmend an Raum. Nachdem die Kategorie Gender im wissenschaftlichen Diskurs bereits fest etabliert ist, wird sie neuerdings häufig mit dem Begriff der Diversität gepaart, ein Terminus, der Eigenheiten, Chancen und Probleme der Alterität in verschiedenen Dimensionen, sowie deren Überlappungen, untersucht – neben dem Geschlecht beispielsweise Alter, ethnische Herkunft oder Religion. In Hinblick auf die Pluralisierung der Lebensformen und -entwürfe, die die aktuelle Gesellschaft auszeichnet, ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der allgegenwärtigen „Vielfalt“ von größter Bedeutung. Am Standort Augsburg wurde dies bereits im Rahmen der Gründung des Transdisziplinären Forums Gender und Diversität gewürdigt.

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Die Fortbildungsreihe qualifiziert Pädagog_innen aus dem Berufsfeld Schule praxisbegleitend im Themenfeld Rechtsextremismus und richtet sich an Teilnehmer_innen, die ihr eigenes Handeln gegen Rechtsextremismus im Arbeitsfeld Schule professionalisieren möchten. Schwerpunkt der Qualifizierung liegt auf dem Zusammenhang von Rechtsextremismus und Geschlecht in seiner Verschränkung mit anderen Ungleichheitsvorstellungen und den Möglichkeiten von geschlechterreflektierender Pädagogik für die Prävention von Rechtsextremismus an der Schule (weitere Infos im Flyer). Nicht nur, weil Rechtsextreme an der Schule präsent sind, ist die Schule ein zentrales Feld, um rechtsextremen Orientierungen und Erscheinungsformen zu begegnen und ihr durch eine Kultur der Demokratie und der Vielfalt präventiv vorzubeugen. Denn die Schule ist einer der wenigen Orte, der nahezu alle Jugendlichen erreicht – und damit Menschen in jenem Alter, in dem sie sich am häufigsten dem Rechtsextremismus zuwenden. Rechtsextremismusprävention ist inzwischen in vielen Schulen angekommen. Noch zu selten jedoch wird eine geschlechterreflektierende Perspektive im Rahmen der Präventionsarbeit eingenommen. Diesen Zugang greift das Projekt auf und ermöglicht damit neue Perspektiven für die pädagogische Rechtsextremismusprävention an der Schule.

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Zur Intersektion von Kollektivität und Geschlecht in der akademischen Philosophie

Die Bourdieu'sche Fassung des Habitus-Begriffs findet international disziplinenübergreifende Anerkennung. In Heike Guthoffs Studie wird er mit Blick auf das sozialphilosophisch problematische Verhältnis von Subjektivität und Kollektivität einer Modifikation unterzogen. »Habitus« wird hier im Lichte der Kategorie Geschlecht betrachtet, ohne jedoch geschlechtliche Differenzen vorauszusetzen: Liegen kollektive Dispositionen, wie Bourdieu es nahelegt, immer in genau zwei Formen vor, sozusagen einmal in hellblau und einmal in rosa? Bourdieu folgend gewinnt die Autorin ihre begrifflichen Einsichten empirisch – nämlich anhand einer Analyse der Fachkultur der akademischen Philosophie.

Heike Guthoff (Dr. phil.) forscht im Bereich der Sozialphilosophie und ist Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung.

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Eine intersektionale Betrachtung zur Handlungsfähigkeit drogengebrauchender Sexarbeiterinnen

Dieses Buch gibt Einblicke in die Lebenswelt drogengebrauchender Sexarbeiterinnen. Entlang von Interviews wird illustriert, wie sie trotz ihrer Verletzungen handlungsfähig sind und täglich um ihre Würde ringen. Mithilfe poststrukturalistischer Theorien und der intersektionalen Mehrebenenanalyse werden die massiven Ausbeutungsverhältnisse untersucht und im Zuge dessen die dichotome Opfer- und/oder Täterinnenperspektive auf »Drogenprostituierte« dekonstruiert. Um der Sprach- und der damit verbundenen Rechtlosigkeit von »Drogenprostituierten« begegnen zu können, werden zudem Strategien der Selbstermächtigung vorgeschlagen.
Das Buch eröffnet dadurch neue Perspektiven auf die Praxis der Sozialen Arbeit.

Kathrin Schrader ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. 

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Sind die breit diskutierten Unterschiede im Bildungserwerb zwischen Männern und Frauen universell? Lassen sich Erklärungen für geschlechtsspezifische Ungleichheiten auch auf Migrantinnen und Migranten anwenden? Diese Fragen zielen auf Überschneidungen der Ungleichheitsachsen Geschlecht und Migrationshintergrund im Bildungsverlauf, die in den Beiträgen des Sammelbandes systematisch untersucht und theoretisch eingeordnet werden.

Geschlechterunterschiede im Bildungssystem sind bereits breit diskutiert worden. Doch sind die Unterschiede im Bildungserwerb zwischen Männern und Frauen universell? Lassen sich Erklärungen für geschlechtsspezifische Ungleichheiten auch auf Migrantinnen und Migranten anwenden? Im Mittelpunkt des Sammelbands stehen Überschneidungen der Ungleichheitsachsen Geschlecht und Migrationshintergrund oder so genannte Intersektionalitäten im Bildungsverlauf. Wenngleich Kombinationen von Benachteiligungen - etwa hinsichtlich des 'katholischen Arbeitermädchens vom Lande' (Dahrendorf) oder des 'Migrantensohns' (Geißler) - bereits häufig thematisiert wurden, stellen die theoretische Einordnung dieser Überschneidungen sowie deren systematische Analyse Forschungsdesiderate dar.

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Neue Literatur

hooks, bell: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind. Unrast Verlag: Münster 2020.

Sweetapple, Christopher/ Voß, Heinz-Jürgen/ Wolter, Salih Alexander:
Intersektionalität. Von der Antidiskriminierung zur befreiten Gesellschaft? Stuttgart 2020.

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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