Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


 

Zeit: 8. November 2018 / 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: Wuppertal

Wer kennt das nicht, dass trotz bester Reflektion die Fragezeichen im Arbeitsalltag weiterhin bestehen. Neben institutionellen Zwängen spielen dabei oft Verunsicherungen eine Rolle, die mit der Verteilung von Privilegien zu tun haben oder sogar Machtverhältnisse reproduzieren, die sich erst auf den zweiten Blick darstellen lassen. In diesem Workshop werden wir daher auf Basis der kollegialen Beratung in die Praxisberatung einsteigen und uns unsere Praxis anhand von Fallbeispielen genauer anschauen. Die Erprobung der Übertragung einer intersektionalen Perspektive in den pädagogischen Alltag steht dabei im Fokus dieses Workshops.

Somit besteht die Teilnahmevoraussetzung darin, Spaß und Interesse an der Selbstreflektion mitzubringen und gerne auch einen eigenen Praxisfall.

Referentinnen:

Tanja Chawla, rassismuskritische systemische Supervisorin, war früher selbst in der Mädchen*arbeit tätig und begleitet heute in Hamburg verschiedene intersektionale Projekte und Organisationsentwicklungsprozesse.

Cristina Torres Mendes, Fachreferentin zu den Themen Migration und Antidiskriminierung mit Schwerpunkt Personalfortbildungen für die Hamburger Arbeitsverwaltung zu migrationsspezifischen Beratungskompetenzen.

Weitere Informationen und Anmeldung:

http://www.maedchenarbeit-nrw.de/info/termine/lag-QualifizierungsWorkshop7-892018.pdf


Zeit: 25. Oktober 2018, 10 - 17 Uhr

Ort: Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, Münsterstraße 156, 40476 Düsseldorf

Neben zwei theoretischen Beiträgen als Keynotes von Prof. Dr. Rudolf Leiprecht (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) sowie Marie Frühauf und Kathrin Schulze (Universität Duisburg-Essen) bietet der Fachtag im Rahmen von parallelen Arbeitsgruppen Einblicke in empirische Beiträge zur Intersektionalitätsforschung in der Sozialen Arbeit. In den Arbeitsgruppen werden sowohl Promovierende als auch Professor*innen aus ihren aktuellen empirischen Projekten berichten. Im Fokus steht dabei die Diskussion methodologischer und methodischer Fragen der Intersektionalitätsforschung in der Sozialen Arbeit.

Der Fachtag richtet sich an Wissenschaftler*innen, Promovierende und Studierende, die bereits mit der Perspektive Intersektionalität arbeiten und/oder sich mit methodologischen und methodischen Implikationen der Intersektionalitätsforschung auseinandersetzen möchten!

Die Teilnahme ist kostenlos, für Getränke und Snacks ist gesorgt (Mittagsverpflegung auf eigene Kosten in der Mensa)

Die Anmeldung ist noch bis zum 28. September 2018 möglich!

Zu Anmeldung und Programm<https://soz-kult.hs-duesseldorf.de/forschung/veranstaltungen/Seiten/intersektionalitaet.aspx>

Kontakt: Mara Ittner, 0211/4351-9614, intersektionalitaet[ät]hs-duesseldorf.de<mailto:intersektionalitaet[ät]hs-duesseldorf.de>


Ort und Zeit: HAW-Standort Alexanderstraße 1 in der Versammlungsstätte statt, jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr.

Die Ringvorlesung behandelt im Sommersemester 2018 Verschränkungen von Migration und Geschlechterverhältnisse. Gemeinsam wollen wir betrachten, wie eine gesellschaftliche Spaltung in Wir und die Anderen durch die Überlagerung von Migrations- und Geschlechterdiskursen vorangetrieben wird.

Nach der Silvesternacht 2015 ist „Köln“ zu einer Chiffre geworden, die je nach Interessen und Machtpositionen unterschiedliche Maßnahmen legitimiert. Denn nicht nur das Sexualstrafrecht, sondern auch das Aufenthaltsgesetz wurde verschärft. Zudem gewannen Verdächtigungen im Alltag, sowie die unter dem Begriff „racial profiling“ gefassten systematischen, verdachtsunabhängigen Kontrollen von Menschen, aufgrund ihrer vermuteten Herkunft, vermehrt an Zustimmung. Verdächtigungen und Diskriminierungen in allen Lebensbereichen erscheinen, unter dem Postulat der Gefährdung „unserer Werte“ zunehmend als angemessen.

Während rechtskonservative Bewegungen und Parteien „unsere Werte“ und „unsere Frauen“ verteidigen wollen und mit der Eindeutigkeit ihrer Positionen auch politische Allianzen quer über Parteigrenzen bilden können, scheinen es differenzierte Analysen schwer zu haben. Das Verstehen komplexer Wirklichkeiten verträgt sich mit der Herstellung von Eindeutigkeit nicht. Es erfordert eine komplexe intersektionale Perspektive einzunehmen, die die Verschränkung und Wechselwirkungen verschiedener Kategorien sozialer Ungleichheit in den Blick nimmt. Auf diese Weise kann die Logik einer Externalisierung von Widersprüchen und Konflikten im Inneren der Gesellschaft auf äußere Feinde erkannt und die Funktion solcher Verschiebungen bei der Konstruktion einer Dichotomie zwischen »Wir« und den »Anderen« analysiert werden. Nicht zuletzt die Aktion unter dem Hashtag #metoo, bei der Hunderttausende Frauen weltweit von ihren Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen berichten, ruft in Erinnerung wie verbreitet und normalisiert sexualisierte Gewalt „bei uns“ ist und unterstreicht die Notwendigkeit, die Dinge zusammenzudenken.

Gemeinsam mit den Vortragenden wollen wir mit dieser Reihe postkolonialen, feministischen und antirassistischen Perspektiven mehr Gehör verschaffen, um das diskursive Knäuel etwas zu entwirren, Kontinuitäten der Abwertungs- und Ausgrenzungsmechanismen aufzuzeigen und um über Handlungsmöglichkeiten und Bündnisse nachzudenken. 

Weiter Informationen erhalten Sie hier.


Sammelband zum Thema „Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Mittel politikwissenschaftlicher Macht- und Herrschaftskritik“

Der peer-reviewte Sammelband wird im Frühjahr 2020 in der Reihe „Politik und Geschlecht“, herausgegeben vom Sprecher*innenrat des AK Politik und Geschlecht in der DVPW, im Verlag Barbara Budrich erscheinen.

Politikwissenschaftler*innen und Forschende aus den Nachbardisziplinen sind eingeladen, sich mit einem Originalbeitrag an der Publikation zu beteiligen. Die Herausgeberinnen Johanna Leinius und Heike Mauer erbitten ein Abstract (500-700 Wörter) bis zum 01.07.2018 an leinius[at|uni-kassel.de und heike.mauer[at]uni-due.de.

Die Rückmeldung über die Annahme des Beitrags erfolgt bis zum 01.08.2018 und die fertigen Beiträge (50.000 Zeichen) sollen bis zum 01.02.2019 an die beiden Herausgeberinnen gesendet werden. Wir freuen uns auf die Einsendungen! Alle weiteren Details entnehmen Sie/ entnehmt ihr bitte dem PDF-Dokument.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


February 14-17, 2019, Grainau, Germany

40th Annual Conference of the Association for Canadian Studies in German-Speaking Countries (GKS).

The Association for Canadian Studies in German-Speaking Countries is a multidisciplinary academic association which aims to increase and disseminate a scholarly understanding of Canada. For our 2019 annual conference, we invite papers from any discipline that speak to the conference theme of “Intersectionality: Theories, Policies, Practices ” with a Canadian or comparative focus. (Papers can be presented in English, French or German.) We are particularly – but not exclusively – interested in the following four main aspects:

1) Beyond Race, Class, and Gender: Historical, Sociological, Geographical, and Political Dimensions of Intersectionality

2) Space and the Politics of Place: Location, Environment, Cross-Border Dynamics

3) Intersectionality and Education

4) Intersectional Approaches: Discourses, Representations, Texts.

Further information and contact details.


Neue Literatur

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


Meistgelesen