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Aktuelles


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Fachtagung am 10.11.2017 an der Stiftung Universität Hildesheim

Die Tagung macht das Spannungsverhältnis von Diversität und Intersektionalität in der Bildungsforschung zum Thema und will ein Forum zur Diskussion des gegenwärtigen „State of the Art“ bieten. In den Blick genommen werden sollen dabei sowohl die theoretischen Perspektiven von Intersektionalität und dessen Weiterentwicklung als auch konkrete Forschungen und ihre Ergebnisse.

Eine leitende Fragestellung der Tagung ist: Wie können die heterogenen und zentrifugal oder auch parallel verlaufenden Theorie- und Konzeptionsdiskurse von Diversität, Intersektionalität und Inklusion einerseits und empirische Zugänge andererseits einander nähergebracht werden?

Von Interesse sind insbesondere auch aktuelle Entwicklungen in der Bildungsforschung. Welche Perspektiven ergeben sich aus intersektionalen Zugängen, z. B. Körper, Gesundheit, sexualisierte Gewalt, Antisemitismus, Rassismus, Migration und Flucht? Welche Aspekte werden damit akzentuiert?

Weitergehende Informationen finden Sie hier.


Jahrestagung des AK Politik und Geschlecht der DVPW

10. November 2017, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven nehmen ineinander-greifende Strukturen von Ungleichheit, Macht und Herrschaft in den Blick. Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Analyse der Verwobenheiten von hierarchisierten und hierarchisierenden Prozessen gesellschaftlicher Strukturierung und vor allem auf der wechselseitigen Konstitution von Rassismus und Sexismus.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Institute of Psychology,Universitiy of Koblenz-Landau, Koblenz, Germany

12th of October - 14th of October 2017

Weitere Informationen finden Sie hier.


Vortrag und Arbeitskreis von und mit Friederike Reher

Moderation des Arbeitskreises: Claudia Wallner

Datum: 22.11.2016
Uhrzeit: 10:00h -13:30:00h
Ort: Hotel Müggelsee Berlin, Müggelheimer Damm 145 in 12559 Berlin

Tagung "Frauentagung 'Anders und doch so gleich II' der BAG Wohnungslosenhilfe e.V."

Pädagogische Fachkräfte, die mit wohnungslosen Frauen* arbeiten, sind in Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen. Dabei sind die pädagogisch Begleiteten nicht nur individuell verschieden, sondern sie leben auch in verschiedenen Lebensrealitäten. Diese Lebensumstände sind unter anderem auch geprägt durch die gesellschaftlichen Strukturen. Ein Aspekt der gesellschaftlichen Strukturen ist, dass Bevorzugungen oder Benachteiligungen aufgrund von angenommenen kollektiven Zugehörigkeiten ungleich verteilt werden. Diese Bevorzugung und Benachteiligungen wirken zusammen, so dass ganz spezifische Lebensrealitäten der einzelnen Menschen entstehen. Beispielsweise kann eine Schwarze Frau mit anderen Diskriminierungen konfrontiert sein als eine weiße Frau. Eine_ wohnungsloser Rollstuhlfahrer_in wird vielleicht andere Erfahrungen machen als ein_ Wohnungslose_, die_ keinen Rollstuhl benutzt.

Im Vortrag werden verschiedene Diskriminierungsformen erläutert und ihre intersektionale Verwobenheit dargestellt. Darauf aufbauend wird ein direkter Bezug zur pädagogischen Praxis hergestellt und es werden handlungsleitend die Rahmenbedingungen für eine diskriminierungskritische pädagische Arbeit beleuchtet.

Zur Tagungshomepage



Veranstaltung der Sektionen „Frauen- und Geschlechterforschung“ und „Biographieforschung“, DGS-Kongress „Geschlossene Gesellschaften“, Bamberg 2016

Debatten, die die Ökonomisierung der Wissenschaft oder die „unternehmerische Hochschule“ in den Blick nehmen, haben auf verschiedene Aspekte der Vermarktung von Bildung im sekundären und tertiären Bildungssektor hingewiesen wie auch Fragen des akademischen Kapitalismus aufgegriffen. Der Analysefokus liegt hierbei insbesondere auf der marktförmi-
gen Ausrichtung von Studiengängen und -programmen, der Entwicklung von neoliberalen, verwaltungstechnischen Steuerungsmodellen, der Implementierung von Evaluations- und Qualitätssicherungsmaßnahmen und der Produktion neoliberaler akademischer Subjektivitäten und Karrieremuster. Diese Untersuchungen haben unser Verständnis des Zusammenhangs von Bildung, Politik und Markt erweitert. Auch in der Frauen- und Geschlechterforschung ist die Frage, wie im Rahmen der neoliberalen Hochschule vergeschlechtlichte Ungleichheitslagen neu (re)produziert werden in den letzten Jahren untersucht worden. Die Frage der (Re)Produktion rassifizierter und migrationsbedingte Ungleichheit jedoch bedarf einer tiefergehenden Betrachtung.
Die gemeinsame Sektionsveranstaltung wird diese Frage zum Ausgangspunkt nehmen und sie aus einer intersektionalen Perspektive beleuchten. Denn während auf der einen Seite einent-/degeschlechtlichtes und ent-/deethnisiertes wissenschaftliches Subjekt als unternehmerisches Selbst angerufen wird, stellen sich just darüber auch bekannte und neue strukturelle und institutionelle Ungleichheitsmuster in der unternehmerischen Hochschule wieder her.
Die geplante Veranstaltung der Sektionen „Frauen- und Geschlechterforschung“ und „Biographieforschung“ fragt zum einen danach, inwiefern sich die (Re)Produktion von rassifizierten und vergeschlechtlichten Ungleichheitslagen im Arbeitskontext Hochschule, d.h. in Lehre und Forschung gerade auch in der Soziologie – z.B. in der Methodenlehre oder im Rahmen empirischer Untersuchungen (z.B. in der Biographieforschung) – widerspiegelt.Zum anderen soll nach den (diskursiven) Dynamiken und (biographischen) Erfahrungen von
und Handeln gegen den institutionellen Rassismus an der „unternehmerischen Hochschule“ gefragt werden. Dabei soll es vor allem um Ausschluss- und Diskriminierungsmechanismen gehen, die insbesondere rassifizierte und ethnisierte Studierende und Wissenschaftler*innen betreffen.
Folgende Fragenkomplexe sollen hierbei im Mittelpunkt stehen:
- Wie lassen sich rassifizierte und vergeschlechtlichte Ungleichheitslagen im Rahmen der Diskussionen um die „unternehmerische Hochschule“ theoretische und methodisch in den Blick nehmen? Welche Ansätze und Analysemethoden sind hier weiterführend? Was zeigt eine intersektionale Analyse der „unternehmerischen Hochschule“?
- Welche (biographischen) Erfahrungen machen rassifizierte und ethnisierte Studierende und Wissenschaftler*innen an der „unternehmerischen Hochschule“? Inwiefern führen die Vermarktung von Bildung und die Produktion neoliberaler akademischer Subjektivitäten zu neuen Ausschluss- und Diskriminierungserfahrungen? Und welche Umgangsweisen, Empowermentstrategien oder Umschreibungen von Marginalisierungserfahrungen werden im Kontext „unternehmerische Hochschule“ auch erzählt?
- Welche Strategien werden von welchen Akteur*innen entwickelt, um rassistische Wissensbestände, diskriminierende Verfahrensregelungen und Arbeitsweisen zu thematisieren und entgegenzuwirken? In welchem Zusammenhang stehen diese Handlungsoptionen zu neoliberalen Organisationslogiken der Inwertsetzung von "Differenz"?

Beiträge zu den genannten Fragestellungen (ca. 1-1,5 Seiten) auf deutsch oder englisch bitten wir, bis zum 29. Februar 2016 zu senden an:
Encarnacion Gutierrez-Rodriguez (E.Gutierrez-Rodriguez@sowi.uni-giessen.de)
Maria Teresa Herrera Vivar (Herrera@soz.uni-frankfurt.de)
Tina Spies (tina.spies@uni-potsdam.de)
Elisabeth Tuider (tuider@uni-kassel.de)


Neue Literatur

Böhmer, Anselm: Bildung der Arbeitsgesellschaft. Intersektionelle Anmerkungen zur Vergesellschaftung durch Bildungsformate. Bielefeld: Transkript 2016

Riegel, Christine: Bildung - Intersektionalität - Othering. Pädagogisches Handeln in widersprüchlichen Verhältnissen. Bielefeld: Transkript 2016

Amirpur, Donja: Migrationsbedingt behindert? Familien im Hilfesystem. Eine intersektionale Perspektive. Bielefeld: Transkript 2016

Krämer, Judith: Lernen über Geschlecht. Genderkompetenz zwischen (Queer-)Feminismus, Intersektionalität und Retraditionalisierung, Bielefeld: Transkript 2015


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