Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Erschienen im August 2012 im Budrich-Verlag

Welches Verhältnis besteht zwischen gesellschaftsstrukturellen Konstellationen und der Entstehung sowie Bearbeitung von ju-gendhilferelevanten Konfliktlagen bei Mädchen und ihren Fami-lien? Wie verläuft der Zugang zur Jugendhilfe und welche Rolle spielt dabei die Migrationsgeschichte?

Die Autorin beantwortet diese Fragen, indem sie sich theoretisch sowie methodisch an mehreren Schnittstellen verortet. Zum einen spiegeln sich gesellschaftlich wirkende und sich überschneidende Differenzkate-gorien im biografischen Verlauf wider. Zum anderen wird die Kategorie Geschlecht im Feld der Jugendhilfe relevant. Darüber hinaus sind auch gesellschaftstheoretische Erkenntnisse der Migrationsforschung im Ju-gendhilfekontext von Bedeutung.

Nicole von Langsdorff formuliert in ihrem Buch Anknüpfungspunkte für die Soziale Arbeit. Dabei wird deutlich, dass im Fallverstehen neben den Deutungs- und Bewältigungsmustern der Subjekte auch der Blick auf die existentiellen Bedingungen sowie kernstrukturelle Gesellschaftsbedingungen gerichtet werden sollte.


Zeit: 18. und 19. Oktober 2012, Beginn jeweils 9 Uhr
Ort: Oberlandesgericht Graz, Festsaal, Marburgerkai 49

Mehrfachbenachteiligungen und Mehrfachdiskriminierungen, insbesondere sich überschneidende – intersektionelle – Diskriminierungen und strukturelle Benachteiligungen, gehören zu den Lebenserfahrungen von Menschen. Sie sind ungerecht und entwürdigend.

Die Themen der Vorträge widmen sich der kritischen Reflektion der EU- wie der nationalen Rechtspraxis in Sachen Intersektionalität und reichen von theoretischen Fragestellungen und Perspektiven wie Herausforderungen für den freien und gleichen Zugang zum Recht über empirische Befunde wie beispielsweise Ehen mit Drittstaatsangehörigen oder Intersektionen in der Lebenswelt Betroffener bis hin zu rechtspraktischen und rechtsdogmatischen Problemstellungen, etwa der Frage der Intersektionalität als Analysekategorie. Ein Arbeitskreis zur Erstellung von Empfehlungen an die Gesetzgebung (unter Einbindung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte) rundet die Fachtagung ab.

Weitere Informationen


6. Vernetzungskongress Mädchenarbeit in NRW
vom 14.-15.11.2012 im Jugendgästehaus  Bielefeld.

Veranstalterin: LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. in Kooperation mit dem Arbeitskreis rassismuskritische Mädchenarbeit Bielefeld und dem Netzwerk JungeLesben NRW

Der Begriff der „Vielfalt“ ist ein häufig verwendeter Begriff in der Mädchenarbeit. Er birgt allerdings auch die Gefahr in sich, Ausgrenzung und Hierarchisierungsprozesse zu verschleiern.  Mädchenarbeit bewegt sich zwischen dem Wunsch, der Verschiedenheit von Mädchen gerecht zu werden und aus einer Fülle an Identitäts-, Lebens-, Liebes- und Arbeitsentwürfen zu schöpfen sowie  Wirklichkeiten,  in denen Verschiedenheit auch mit Irritation, Sprachlosigkeit, Abwertung, Verletzung und Ausgrenzung einhergeht.

Weitere Informationen

Mythos Vielfalt und Intersektionalität – Wünsche und Wirklichkeiten in der Mädchenarbeit

Der Kongress richtet sich an (Sozial)Pädagoginnen, Lehrerinnen, Referentinnen, Honorarkräfte, Praktikantinnen und Studentinnen aus verschiedenen Arbeitsfeldern in der Mädchenarbeit.


Für den 30.04.2012 ist die erste Methodenkonferenz geplant. Diskutiert werden soll die Methode "Zwei blaue Krokodile und die Lücke im System", ein kurzen Lehrfilm, der den Gedanken der Intersektionalität veranschaulicht und im Rahmen des EU-Projekts IGIV – Implementation Guidelines for Intersectional Peer Violence Prevention entwickelt wurde.

Für die Methode existiert bereits ein Methodenblatt, auf dem auch der Film angesehen werden kann.

Zur Methodenkonferenz "zwei blaue Krokodile..."


Women's Studies Centre Anniversary Conference:
Intersecting Feminisms: Theory, Politics and Activism

University of Lodz Poland, November 16 - 18, 2012
Extended Deadline for Abstracts: September 15, 2012

CALL FOR PAPERS

Women's Studies Centre, founded at the University of Lodz in 1992, has successfully survived the turbulent years of political and institutional transformations in Poland. Facing the challenges of the times, it has laboured to promote the visibility of women and gender in the field of research, pedagogy and politics, widening social perception of and advancing respect for difference. Its productive functioning proves resiliency of coping strategies and inspires belief in the value of the collective effort invested theoretically, politically and socially in ongoing feminist criticism and creativity.

>> Weitere Informationen


Neue Literatur

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


Meistgelesen