Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


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Zeit: 07. Juni 2019, 10-16 Uhr

Ort: Köln, Zentralverwaltung des LVR

Eine der wichtigsten Ansprüche der Mädchen*arbeit ist das fachpädagogische Konzept des parteilichen Arbeitens mit Mädchen* und zunehmend auch mit als weiblich gelesene Jugendliche. Neben der konkreten pädagogischen Arbeit, bedeutet dies auch eine Reflexion und Berücksichtigung der gesellschaftlichen Benachteiligung von Mädchen*.

Parteilichkeit in der praktischen Arbeit mit Mädchen* und als professionelle Haltung nimmt daher immer auch Herrschaftsverhältnisse in den Blick und verfolgt sowohl pädagogische als auch politische Ziele. Damit grenzt sich Mädchen*arbeit von einem konventionellen Pädagogikverständnis ab, das davon ausgeht, dass Orte der offenen Kinder- und Jugendarbeit frei von Machtdynamiken sind.

Aber ist ein Parteilichkeitsbegriff, geprägt durch die Mädchen*arbeit der 90-er Jahre, heute noch zeitgemäß und praxistauglich?

Aktuelle Diskurse der feministischen Mädchen*arbeit stellen vielmehr auch die Komplexität und Unterschiedlichkeit der Lebenslagen und -realitäten der Mädchen* in den Mittelpunkt mädchen*pädagogischer Auseinandersetzungen. Diese Vielfalt der einst so eindeutigen Kategorie „Mädchen“ wird zunehmend auch in der offenen Kinder- und Jugendarbeit durch die Nutzung von Gender-Stern und -Gap ausgedrückt. Eine intersektionale Perspektive richtet dabei gleichzeitig den Blick auf (Mehrfach-)Benachteiligungen innerhalb der Zielgruppe der Mädchen*, in der unterschiedliche Machtdynamiken wirken.

Diese Entwicklungen stellt die Praxis, wie die Theorie zunehmend vor die Frage nach dem heutigen Bezugsrahmen des Parteilichkeitsbegriffs. Anknüpfend daran widmet sich die Fachtagung den Fragen, was eine machtkritische und intersektionale Perspektive für eine politisch reflektierte Weiterentwicklung des Parteilichkeitsbegriffs bedeuten kann und welche Möglichkeiten und Herausforderungen, sich daraus für die Praxis der Mädchen*arbeit ergeben.

Mit Vorträgen von: Linda Kagerbauer, Denise Bergold-Caldwell, Johanna Schmitz, Yasmina Gandouz-Touati

Moderation: Dr. Mithu Sanyal

Weitere Infos und Anmeldung unter: https://ems.lvr.de/tms/frontend/index.cfm?l=9C1AB939CE3C528E4015559D6722E63B&sp_id=1

In Kooperation mit dem LVR-Landesjugendamt Rheinland und der LAG autonome Mädchenhäuser/feministische Mädchenarbeit NRW.


Ort: Nordrhein-Westfalen

Zeit: Seminarblöcke in der Zeit vom 24. Mai bis 20. Oktober 2019

Aus der Ankündigung:

In Kooperation mit verschiedenen Trägern der Jugendbildung und Jugendsozialarbeit und mit Fachstellen in NRW bietet das projekt.kollektiv eine Qualifizierungsreihe an, bei der intersektionale rassismuskritische Perspektiven im Mittelpunkt stehen. Die Qualifizierung richtet sich an junge Menschen in NRW, die als Multiplikator*innen in der politischen Jugendbildungsarbeit im Themenfeld Migration und Flucht tätig werden wollen. Dabei sind besonders junge Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen und/oder Fluchtgeschichte sowie junge Menschen aus queeren und gendersensiblen Kontexten eingeladen, an der Qualifizierung teilzunehmen.

Die Qualifizierungsreihe umfasst vier Wochenendmodule sowie zusätzliche Workshops und Einrichtungsbesuche zur Vertiefung von einzelnen Themen. Inhaltlich wird es vor allem um Rassismuskritik, Diversitäts- und Diskriminierungssensibilität und um Möglichkeiten für Empowerment gehen, darüber hinaus wird Methodenwissen und Wissen um die Strukturen der Jugend(bildungs)arbeit vermittelt. Während der einzelnen Module und Vertiefungsangebote wird es durchgängig die Möglichkeit geben, bei Bedarf in nach unterschiedlichen Erfahrungswelten getrennten geschützte(re)n Räumen zu arbeiten.

Die Bewerbungsfrist endet bereits am 8. April.

Weitere Informationen finden Sie hier.



Hechler/Stuve (2015) (Hrsg.): Geschlechterreflektierte Pädagogik gegen Rechts, Barbara Budrich: Opladen

Abstract:

Anyone who deals with neo-Nazi prevention must consider the category of gender, because gender is a core aspect of neo-Nazi ideology and life. The contributions examine this point of view as well as the pedagogical and theoretical practices of the triad gender - pedagogy - neo-Nazism. The authors make it clear that prevention of neo-Nazism must be streamed just as much as gender-reflected pedagogy.

 

Das Buch ist jetzt auch als Open Access herunterladbar.

Zum Download kommen Sie hier. Es gelten dafür die Bedingungen einer Creative Commons Namensnennung.

 


Datum: Sonntag, 28.42019

Ort: Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin

Veranstalter*innen: Gunda-Wernder-Institut und Center for Intersectional Justice

-- keine Anmeldung mehr möglich --

--> hier geht es zum Livestream!

Ankündigungstext:

Vor 30 Jahren hat Kimberlé Crenshaw den Begriff “Intersektionalität” geprägt, um das Zusammenspiel von unterschiedlichen Unterdrückungsformen zu beschreiben. Seitdem arbeitet die US-amerikanische Juraprofessorin und Aktivistin unermüdlich daran, unsichtbar gemachte Bevölkerungsgruppen, allen voran Schwarze Frauen, in ihren komplexen Lebenswirklichkeiten sichtbar zu machen. Intersektionalität erlaubt, so ihre Überzeugung, inklusiv politisch zu arbeiten und tatsächlich alle Menschen zu erreichen. Crenshaw hat bereits unzählige Menschen inspiriert und in ihrem Kampf um Gerechtigkeit unterstützt und gestärkt.

Wir [die Veranstalter*innen] haben Kimberlé Crenshaw nach Berlin eingeladen. Gemeinsam mit dieser außergewöhnlichen Aktivistin, Wissenschaftlerin und Feministin möchten wir das Konzept der Intersektionalität und die Arbeit aller Mitstreiter*innen auch in Deutschland feiern: Mit Ihnen allen!

Durch den Abend führt die Master of Conference Mayowa, musikalisch begleitet das String Archestra die Veranstaltung, vier Speedtalks u.a. von Ed Greve, Afra Gyekye und Shermin Langhoff heizen uns ein, und dann Vorhang auf für: Kimberlé Crenshaw!

Mit Hoe_mies geht es anschließend in die Party.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Center for Intersectional Justice https://www.intersectionaljustice.org/ und dem Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung.

Der Zugang zu unseren Räumen ist barrierefrei. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie einen Rollstuhlplatz benötigen oder mit einer persönlichen Assistenz kommen. Es gibt reservierte Plätze an der Induktionsschleife. Falls Sie weitere Unterstützung benötigen: bitte schreiben Sie an gwi@boell.de

Mehr Informationen erhalten Sie hier.


Neue Literatur

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


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