Das Portal Intersektionalität bietet Forscher_innen und Praktiker_innen, welche sich positiv auf das Paradigma Intersektionalität/Interdependenzen beziehen, eine virtuelle Plattform. Es dient damit der Information, Kooperation und Vernetzung sowie der vitalen Weiterentwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Das Portal fördert... Mehr

Aktuelles


Das Internetportal wird durch seine User_innen vital gehalten. Deshalb freuen wir uns über Ihre Unterstützung:

  • Machen Sie Vorschläge für unsere Literaturdatenbank.
  • Verlinken Sie unser Portal auf Ihre Homepage.
  • Machen Sie Ihre Netzwerke auf das Portal Intersektionalität aufmerksam.

Es dankt Ihnen die Organisation des Portals Katharina Walgenbach und Friederike Reher.


Acht junge Inklusionsaktivist*innen und der Hashtack #Risikogruppe

In einer aktuellen Instagram-Kampagne (gestartet durch Inklusionsreferent*innen und -aktivist*innen wie Raúl Krauthausen, Amelie Ebner, Loenard Grobien u. a.) wird auf intersektionale Wechselwirkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. Dabei nehmen die Teilnehmenden besonders die mediale Berichterstattung über Risikogruppen in den Blick und erweitert diese durch Hinzunahme intersektionaler Berichte. So wird deutlich, dass aktuelle Diskurse intersektionale Wechselwirkungen bei der Beschreibung von Risikogruppen ausblenden - berichtet wird eindimensional über Risikogruppen zumeist getrennt nach Alter und Körperlichkeit. Unter #Risikogruppe beschreiben junge Menschen mit Behinderung deshalb ihre intersektionale Perspektive auf die Corona-Berichterstattung.

Zur Instagram-Kampagne geht es hier.


Frauen* mit Behinderung erleben im Alltag Diskriminierungen aufgrund der Kategorie "Frau" sowie aufgrund der Kategorie "Behinderung". Diese Diskriminierungen treten nicht isoliert voneinander auf, sondern verbinden sich.

Eine der Auswirkungen dieser intersektionalen Diskriminierung ist die unangemessen schwache Repräsentation behinderter Frauen* in hegemonialen Diskursen.

Anlässlich des internationalen Frauen*tages 2020 fordert der österreichische Behindertenrat deshhalb in seiner Presskonferenz eine Zukunft für Frauen* mit Behinderung, in der diese sichtbar, sicher und sellbstbestimmt leben.

Um diesem Ziel näher zu kommen, hat der Behindertenrat ein Kompetenzteam behinderter Frauen* aufgestellt sowie eine Expert*innenliste von Frauen* mit Behinderungen publiziert.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Aus der Buchbeschreibung:

"Die Hamburger Kaufhausdetektivin Fatou Fall fährt mit ihrer elfjährigen Tochter Yesim in die katholische Wallfahrtsstadt Altötting in Oberbayern. Das Mädchen soll dort 'ihre anderen Roots' kennenlernen. Als sie die Kapelle der Schwarzen Madonna besuchen, werden sie Zeuginnen eines Vandalismus mit islamistischen Parolen. In der angespannten Stimmung des Regionalwahlkampfes macht sich zunehmend fremdenfeindliche Stimmung breit. Doch Fatou glaubt nicht daran dass die Täter Fremde waren. Sie folgt ihrer Intuition und beschließt, den Vorfall aufzudecken. Mit Unterstützung der örtlichen Refugee-Gruppe ermittelt sie in mono- und multikulturellen Mulieus und parteipolitischen Parallelgesellschaften - und ist der Lösung zum greifen nahe - als ein weitaus schwereres Verbrechen passiert."

Noah Sow gelingt es eindrucksvoll, klassistische, rassistische und sexistische Diskriminierungen in ihren Wechselwirkungen zu beleuchten und dabei das Genre Krimi neu zu besetzen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.


In ihrem neuem Buch "Yalla Feminismus" beschreibt Rayhan Şahin ihre biographisch wie politische Auseinandersetzung mit intersektionaler Diskriminierung. Dabei verbindet sie popkulturelle und akademische Diskurse in gelungener Art und Weise.

Zu Buchbesprechung von Nila Kadi klicken Sie hier.


Neue Literatur

Kelly, Natasha A.: Schwarzer Feminismus, Unrast Verlag: Münster 2019.

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina/ Libuda-Köster, Astrid: Die Kategorie Behinderung in der Intersektionalitätsforschung. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Projektverlag: Bochum/Freiburg 2018

Mauer, Heike: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Barbara Budrich Verlag: Opladen 2018

Schildmann, Ulrike/ Schramme, Sabrina: Behinderung: Verortung einer sozialen Kategorie in der Geschlechterforschung und Intersektionalitätsforschung, VS Springer: Wiesbaden 2017

Lutz, Helma/ Amelina, Anna: Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionale Einführung. Transcript: Bielefeld 2017

Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Transcript: Bielefeld 2017

Bramberger, Andrea/ Kronberger, Silvia/ Oberlechner, Manfred (Hrsg.): Bildung - Intersektionalität - Geschlecht. StudienVerlag: Innsbruck 2017

Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs. Westfälisches Dampfboot: Münster 2017


Meistgelesen