Hinweise und Tipps

Heute findet von 13:30 Uhr- 15:30 Uhr ein stiller Protest gegen die geplanten Gesetzesentwürfe zur Intensivpflege vor dem Bundestag statt.

Heute findet von 13:30 Uhr- 15:30 Uhr ein stiller Protest gegen die geplanten Gesetzesentwürfe zur Intensivpflege vor dem Bundestag statt.

Das Statement des ALS-mobil e.V. zur aktuellen Situation:

"Berlin, 02.07.2020 ab 17 Uhr

Spahns IPReG Heimzwang scheitert an den Protesten der Betroffenen

… und die Proteste der Betroffenen an der SPD

Die Gesetzentwürfe RISG und GKV-IPReG aus dem von Jens Spahn geführtem Bundesministerium für Gesundheit  haben Menschen mit Behinderung und Intensivpflegebedarf 49 Wochen lang in Angst und Schrecken versetzt. Gegen die  fehlende Beteiligung der Betroffenen und die fehlende Transparenz im Gesetzgebungsprozess wurde heute noch einmal vor dem Bundestag protestiert.

Der furchtbare und unnötige  Angriff auf unsere Selbstbestimmung wurde von uns Betroffenen in vielen Teilen verhindert. Das Gesetz ist dennoch sowohl handwerklich als auch inhaltlich schlecht.

Mit der ursprünglichen Intention, Intensivpflege ausschließlich in stationären Einrichtungen stattfinden zu lassen,  ist der Minister am Protest der Betroffenen fulminant gescheitert. Mit Fortbestand alter Fehlanreize wie dem DRG-System und dem Setzen neuer bzw. der Umkehrung von Fehlanreizen nun zugunsten stationärer Versorgung, ist der Anspruch des Gesetzes Wirtschaftsbetrug zukünftig zu verhindern ebenfalls komplett gescheitert.

Der Anspruch, die Qualität der Versorgung intensivpflegebedürftiger Menschen zukünftig besser zu versorgen ist gescheitert. Die bisherigen Prüfinstanzen wie der MD(K) werden ihre Arbeit fortsetzen. Anstatt die Sozialgesetzbücher im Sinne der UN-BRK abzustimmen, werden Intensivpflegebedürftige künftig zwischen deren unterschiedlichen Logiken zerrieben werden.

Die in letzter Minute von der Koalition eingebrachten Änderungsanträge stellen Verbesserungen dar, jedoch hat man sich dagegen entschieden, den Betroffenen mit klaren Formulierungen Rechtssicherheit zu garantieren. „Berechtigte Wünsche“ sind wieder eine „traumhaft unsichere Formulierung“ deren Definition wir hier kurz aus dem SGB IX aufzeigen wollen: 

„Berechtigt sind die vom Leistungsberechtigten geäußerten Wünsche dann, wenn ihnen keine Rechtsvorschrift entgegensteht … Inwieweit sich Wünsche des Berechtigten innerhalb des geltenden gesetzlichen Leistungsrechts bewegen, ist i. d. R. auch unter Berücksichtigung … des Wirtschaftlichkeitsgebots zu beurteilen.“ Noch Fragen?

Dass hier kein gutes Gesetz verabschiedet wurde, zeigt die Allianz von Bündnis90/die GRÜNEN, Linke und FDP, die an ihrem Änderungsvorschlag festhielten und dem Gesetz ihre Zustimmung verweigerten.

Es ist furchtbar traurig und beschämend wie hier die Politik der Großen Koalition versucht,  den selbst verursachten Fachkräftemangel mit fadenscheinigen Begründungen und mit offenen Verstößen gegen geltendes Recht zu kaschieren. Nichts anderes ist mit dem IPReG gewollt, als Zitat (Begründung Teil b): In Anbetracht des Fachkräftemangels im Pflegebereich bezweckt die Neuregelung auch eine sachgerechte Allokation vorhandener Ressourcen, um nicht zuletzt die besonders aufwändige Versorgung in der eigenen Häuslichkeit des Versicherten weiterhin ermöglichen zu können, ohne die Versorgung anderer Versicherter zu gefährden.

Wir werden nach dem Vorliegen des endgültigen Gesetzestexts weitere juristische Schritte wie z. Bsp. eine Verfassungsbeschwerde, intensiv prüfen und bei Notwendigkeit auch in Angriff nehmen.

ALS-mobil e.V."


Mitarbeit im Bereich Verwaltung und Organisation

ca. 20h/Woche, befristet | Online-Bewerbung bis 22. Juni 2020

Hier finden Sie die Ausschreibung als PDF.

Das Theater o.N. sucht ab sofort (Anfangsdatum verhandelbar) Verstärkung im Bereich Verwaltung und Organisation von Projektaktivitäten. Die Ausschreibung richtet sich an Menschen, die mit körperlichen und/oder sensorischen Behinderungen leben.

Das Theater o.N. betreibt eine eigene Spielstätte mit Repertoirebetrieb in der Kollwitzstraße, schwerpunktmäßig für Kinder und gastiert darüber hinaus mit seinen Inszenierungen und theaterpädagogischen Workshops an anderen Spielorten in Berlin sowie überregional und international. Pro Jahr bringen wir ca. zwei neue Premieren heraus und veranstalten FRATZ International und Berliner Schaufenster, zwei Festivals für die jüngste Zielgruppe. Darüber hinaus führen wir künstlerische Forschungslabore und partizipative Projekte durch.
Aktuell suchen wir eine neue Person in unserem Team, die uns in den Bereichen Verwaltung und Finanzen unterstützt, und organisatorische Aufgaben im Zuge der Durchführung unserer Projektaktivitäten im Bereich der Kulturellen Bildung übernimmt.
Eine kontinuierliche Zusammenarbeit und ein Interesse an unserem Theaterangebot ist die Basis für diese Arbeit.

Was wir bieten:

  • ein langfristiges Engagement von ca. 20 Wochenstunden durchschnittlich

  • Mitarbeit in einem freien Theater mit einem starken Ensemblegeist und vielseitigen Projektaktivitäten im In- und Ausland

  • Unterstützung zentraler Arbeitsbereiche des Theaters mit Einblicken in die Gesamtstruktur

  • Mitarbeit an interessanten künstlerischen Projekten mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen

  • Bezahlung orientiert an gängigen Tarifen/Honoraruntergrenzen-Empfehlungen

Aufgaben:

  • Mitarbeit in der Abwicklung der Basisförderung des Theaters

  • Erstellung bzw. Prüfung von Belegen für Verwendungsnachweise für Projektgelder und für die Steuererklärung des Trägervereins

  • Allgemeine Verwaltungsaufgaben, Buchhaltung

  • Recherchen bzgl. bürokratischer und rechtlicher Fragen

  • Unterstützung von Abrechnungsvorgängen (z.B. Künstlersozialabgabe, Gema-Gebühren)

  • Mitarbeit im Partizipativen Projekt Künstlerische Kollektive zur Unterstützung der Künstlerischen Leitung/Produktionsleitung in den Bereichen Organisation, Recherche und Finanzabwicklung

Was wir suchen:

  • Bewerber*innen, die ein Interesse für das Kinder- und Jugendtheater und partizipative Projekte mitbringen

  • Berufserfahrung im Kulturbereich mit ähnlichen Aufgaben wie oben genannt

  • Erste Erfahrungen in der Abrechnung von Fördergeldern

  • Organisationstalent und Spaß an Kommunikation und Koordination

  • „Händchen“ für Zahlen

  • sorgfältige und verantwortungsvolle Arbeitsweise

  • sicherer Umgang mit Programmen wie Word, Excel

  • Freude an der Arbeit im Team, regelmäßige Treffen

  • Wir suchen jemanden, die oder der eine langfristige Mitarbeit anstrebt, da es nur sinnvoll ist, sich tiefer in die Strukturen einzuarbeiten, wenn man dann auch länger dabei bleibt.

Barrierefreiheit:

Die Ausschreibung richtet sich an Menschen, die mit körperlichen und/oder sensorischen Behinderungen leben. Das Theater o.N. befindet sich in dem Prozess, Teamstrukturen langfristig divers zu gestalten. Nach einer Reihe von Erfahrungen in der künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die wir in dem Projekt Künstlerische Kollektive fortsetzen, wollen wir mit dieser Ausschreibung eine erste Person mit Behinderungen längerfristig für unser Team gewinnen. Einschränkend ist hier anzumerken, dass unsere Theater- und Büroräume bedauerlicherweise nur über Treppen zu erreichen sind.

Bitte beschreibt Euren Bedarf in der Bewerbung. Fragen zu Räumen und Zugängen prüfen wir gerne auch vorab, damit wir klären können, wo Barrieren bestehen und ob wir sie abbauen können.

Bitte sendet Eure Bewerbungsunterlagen mit Motiviationsschreiben, Verdienstvorstellungen und Bedarfen an Barrierefreiheit ausschließlich per Email an markert@theater-on.de
Neben schriftlichen Bewerbungen sind auch Bewerbungen mittels Ton- oder Videoaufnahmen möglich.

Bei Rückfragen oder um den Bedarf zur Barrierefreiheit in einem persönlichen Gespräch zu besprechen, steht Doreen Markert gerne unter 030 440 92 14 für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

 

Bewerbungsschluss ist der 22. Juni 2020. Die Gespräche sollen am 29. und 30. Juni stattfinden.

Informationen zu unseren Schwerpunkten und Projektaktivitäten unter www.theater-on.de und unter www.fratz-festival.de


Ort: FernUniversität in Hagen und online

Zeit: 25. Juni 2020

Ziel der Fachtagung ist es, die aus den Reformen des Personenstandsgesetzes (2018) erwachsenen Herausforderungen für die Gleichstellungspolitik zu diskutieren. Was bedeutet die Einführung von ‚divers’ als dritter Option des Geschlechtseintrags (PStG §45b), wenn Gleichstellung gesetzlich explizit als ‚Gleichstellung von Männern und Frauen’ formuliert ist? Wie kann Gleichstellung geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung unterstützen? Liegt hier die Chance, ein intersektionales Verständnis von Gleichstellung zu entwickeln?

Die Fachtagung wird als Hybridveranstaltung an der FernUniversität in Hagen stattfinden. Die Vorträge werden in einem Videostream live übertragen. Im Anschluss an die Vorträge gibt es in einem Live-Chat (via Adobe Connect) die Möglichkeit, mit den Referent*innen zu diskutieren. Um das Abstandsgebot in Zeiten der Corona-Krise einzuhalten, wird es vor Ort eine strikt begrenzte Teilnehmendenzahl geben. Eine Anmeldung zur Präsenzteilnahme ist leider nicht möglich.

Weitere Informationen zur Hybridveranstaltung finden Sie hier:
https://www.fernuni-hagen.de/gleichstellung/gender_forschung/fachtagungpersonenstand.shtml

Für mögliche kurzfristige Änderungen, aufgrund der Corona-Pandemie, bitten wir die Tagungswebseite zu konsultieren.


Referent*innen in Hagen: Susanne Baer (Bundesverfassungsgericht), Adrian de Silva (Universität Luxemburg), RyLee Hühne (FH Südwestfalen), Noah Rieser (Inter*Projekt von TransInterQueer e.V.), Pasquale Virginie Rotter (ehem. EmpA Empowerment Projekts, ASH Berlin), Kirsten Pinkvoss und Antke Engel (FernUniversität in Hagen)


Organisation: Gastprofessorin Dr.* Antke Engel, Gleichstellungsteam der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr. Katharina Walgenbach


Aus dem Ankündigungstext:

"Am 11. März hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der Viruserkrankung COVID-19 zur Pandemie erklärt, als eine Infektion 'mit alarmierender Ausbreitung und Schwere', die die ganze Welt betrifft und von allen Staaten 'dringende und aggressive Maßnahmen verlangt'. Seitdem haben viele Staaten Maßnahmen ergriffen, die die Ausbreitung der Pandemie verzögern sollen. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind inzwischen beispielsweise von Ausgangsbegrenzungen oder -sperren betroffen. Seit dem 23. März 2020 gilt auch in Deutschland eine weitreichende Kontaktbeschränkung, die den sozialen Austausch außerhalb des eigenen Hausstands erheblich einschränkt. Die Corona-Krise hat eine besondere menschenrechtliche Dimension: Es geht um den Schutz eines zentralen Menschenrechts für große Teile der Menschheit; die Bewältigung der Krise hat vielfache Auswirkungen auf die Verwirklichung und den Schutz der Menschenrechte."

Quellennachweis

Zur Stellungnahme gelangen Sie hier.


[Zum Text in einfacher Sprache: Link anklicken]

Wiedergabe des Petitionstextes:

"Wir sind gehörlos und auch unser Leben ist durch die Corona-Pandemie in Gefahr! Die Pressekonferenzen und TV-Sendungen der Bundesregierung zum Corona-Virus sind aber ohne Gebärdensprache, obwohl die Bundesregierung nach der UN-Behindertenrechtskonvention gesetzlich dazu verpflichtet ist. Das ist skandalös!

Fehlen Informationen in Gebärdensprache, so bedeutet es, dass Gehörlose und auch Schwerhörige, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, schlecht bis gar nicht informiert sind über die akute Bedrohungslage. Wir haben ein Recht auf Informationen, Schutz- und Vorbereitungsmaßnahmen, Herr Gesundheitsminister Jens Spahn, liebes Robert-Koch-Institut und andere Entscheider*innen deutschlandweit! 

Wir fordern die Einbindung der Gebärdensprache direkt im Fernsehen! In fast allen anderen Ländern wie Österreich, Italien, Irland, Spanien, Amerika, Kuwait und vielen mehr sieht man den*die Gebärdensprachdolmetscher*in direkt neben den Entscheidungsträger*innen stehen. Das brauchen und wollen wir auch in Deutschland!

Gebärdensprache ist die Muttersprache der Mehrheit der Gehörlosen. Nur sie ist in der Lage Gehörlose vollumfänglich und in Echtzeit genau die gleichen Informationen wie Hörenden zu übermitteln! 

Wir fordern: 

  • Regierungserklärungen und Pressekonferenzen der Bundesregierung, Landesregierungen der Bundesländer sowie des Robert-Koch-Instituts mit Live-Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache mittels Präsenzdolmetscher*innen für Deutsch und Deutsche Gebärdensprache im Fernsehen
  • Gebärdensprachdolmetscher-Einblendungen in allen Informationssendungen zum Corona-Virus im Fernsehen sowie Internet (bspw. Zusatzsendungen.) 
  • Tagesaktuelle Informationen zu Corona mit Gebärdensprache
    Übersetzung von schriftlichen Inhalten in Form von Gebärdensprachvideos (bspw. den Podcast des NDR mit dem Virologen Prof. Dr. Drosten)
  • Übersetzung von Videoclips zu Corona in Gebärdensprache (v.a. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.)
  • Unverzügliche Bereitstellung von Videotelefonie mit Notfall-Dolmetscher*innen für Deutsch und Deutsche Gebärdensprache bei Fragen zu Kindergartenschliessungen, etc. 
  • ​Eigene zentrale Corona-Hotline für Gehörlose als barrierefreier Zugang zum Versorgungssystem bei bei Verdacht auf eine Infektion mit einem dafür vorgesehenen Videochat mit Gebärdensprache.
  • Sofortige Umsetzung von gängigen Vorschriften, Gesetzen, Aktionsplänen und Konventionen zur Barrierefreiheit für gehörlose Bürger und Bürgerinnen (Behindertengleichstellungsgesetz, UN-Behindertenrechtskonvention, Infektionsschutzgesetz, Artikel 3 Grundgesetz)

Kurz gesagt: Wir fordern unverzüglich ein Budget für sofortige Herstellung der Barrierefreiheit für Gehörlose/gebärdensprachkompetente Menschen in Krisen- und Katastrophensituationen.

Dieses barrierefreie Vorgehen muss auch für die nächsten Krisen/Katastrophen auf allen Ebenen fixiert werden: Bundes-, Landes- und Kommunalebene!

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift. Wir wollen und müssen uns und unser, auch hörendes, Umfeld - genau wie alle anderen - schützen und informieren können!

Vielen Dank! 
Katja Fischer, Sabine Heinecke und Julia Probst

In Kooperation mit:

Deutscher Gehörlosenbund e.V. mit seinen Landesverbänden"

(Quelle: Link anklicken)

Hier können Sie die Petition unterschreiben: Link anklicken.

 


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