Hinweise und Tipps

Aus dem Ankündigungstext:

"Am 11. März hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der Viruserkrankung COVID-19 zur Pandemie erklärt, als eine Infektion 'mit alarmierender Ausbreitung und Schwere', die die ganze Welt betrifft und von allen Staaten 'dringende und aggressive Maßnahmen verlangt'. Seitdem haben viele Staaten Maßnahmen ergriffen, die die Ausbreitung der Pandemie verzögern sollen. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind inzwischen beispielsweise von Ausgangsbegrenzungen oder -sperren betroffen. Seit dem 23. März 2020 gilt auch in Deutschland eine weitreichende Kontaktbeschränkung, die den sozialen Austausch außerhalb des eigenen Hausstands erheblich einschränkt. Die Corona-Krise hat eine besondere menschenrechtliche Dimension: Es geht um den Schutz eines zentralen Menschenrechts für große Teile der Menschheit; die Bewältigung der Krise hat vielfache Auswirkungen auf die Verwirklichung und den Schutz der Menschenrechte."

Quellennachweis

Zur Stellungnahme gelangen Sie hier.


[Zum Text in einfacher Sprache: Link anklicken]

Wiedergabe des Petitionstextes:

"Wir sind gehörlos und auch unser Leben ist durch die Corona-Pandemie in Gefahr! Die Pressekonferenzen und TV-Sendungen der Bundesregierung zum Corona-Virus sind aber ohne Gebärdensprache, obwohl die Bundesregierung nach der UN-Behindertenrechtskonvention gesetzlich dazu verpflichtet ist. Das ist skandalös!

Fehlen Informationen in Gebärdensprache, so bedeutet es, dass Gehörlose und auch Schwerhörige, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, schlecht bis gar nicht informiert sind über die akute Bedrohungslage. Wir haben ein Recht auf Informationen, Schutz- und Vorbereitungsmaßnahmen, Herr Gesundheitsminister Jens Spahn, liebes Robert-Koch-Institut und andere Entscheider*innen deutschlandweit! 

Wir fordern die Einbindung der Gebärdensprache direkt im Fernsehen! In fast allen anderen Ländern wie Österreich, Italien, Irland, Spanien, Amerika, Kuwait und vielen mehr sieht man den*die Gebärdensprachdolmetscher*in direkt neben den Entscheidungsträger*innen stehen. Das brauchen und wollen wir auch in Deutschland!

Gebärdensprache ist die Muttersprache der Mehrheit der Gehörlosen. Nur sie ist in der Lage Gehörlose vollumfänglich und in Echtzeit genau die gleichen Informationen wie Hörenden zu übermitteln! 

Wir fordern: 

  • Regierungserklärungen und Pressekonferenzen der Bundesregierung, Landesregierungen der Bundesländer sowie des Robert-Koch-Instituts mit Live-Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache mittels Präsenzdolmetscher*innen für Deutsch und Deutsche Gebärdensprache im Fernsehen
  • Gebärdensprachdolmetscher-Einblendungen in allen Informationssendungen zum Corona-Virus im Fernsehen sowie Internet (bspw. Zusatzsendungen.) 
  • Tagesaktuelle Informationen zu Corona mit Gebärdensprache
    Übersetzung von schriftlichen Inhalten in Form von Gebärdensprachvideos (bspw. den Podcast des NDR mit dem Virologen Prof. Dr. Drosten)
  • Übersetzung von Videoclips zu Corona in Gebärdensprache (v.a. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.)
  • Unverzügliche Bereitstellung von Videotelefonie mit Notfall-Dolmetscher*innen für Deutsch und Deutsche Gebärdensprache bei Fragen zu Kindergartenschliessungen, etc. 
  • ​Eigene zentrale Corona-Hotline für Gehörlose als barrierefreier Zugang zum Versorgungssystem bei bei Verdacht auf eine Infektion mit einem dafür vorgesehenen Videochat mit Gebärdensprache.
  • Sofortige Umsetzung von gängigen Vorschriften, Gesetzen, Aktionsplänen und Konventionen zur Barrierefreiheit für gehörlose Bürger und Bürgerinnen (Behindertengleichstellungsgesetz, UN-Behindertenrechtskonvention, Infektionsschutzgesetz, Artikel 3 Grundgesetz)

Kurz gesagt: Wir fordern unverzüglich ein Budget für sofortige Herstellung der Barrierefreiheit für Gehörlose/gebärdensprachkompetente Menschen in Krisen- und Katastrophensituationen.

Dieses barrierefreie Vorgehen muss auch für die nächsten Krisen/Katastrophen auf allen Ebenen fixiert werden: Bundes-, Landes- und Kommunalebene!

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift. Wir wollen und müssen uns und unser, auch hörendes, Umfeld - genau wie alle anderen - schützen und informieren können!

Vielen Dank! 
Katja Fischer, Sabine Heinecke und Julia Probst

In Kooperation mit:

Deutscher Gehörlosenbund e.V. mit seinen Landesverbänden"

(Quelle: Link anklicken)

Hier können Sie die Petition unterschreiben: Link anklicken.

 


Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Projektkoordination (m, w, d)
für das Modellprojekt »Postkoloniales Erinnern in der Stadt«

Das Modellprojekt wird von Mitte 2020 bis Ende 2024 mit dekolonialen Ausstellungen, Veranstaltungen, einem jährlichen Kulturfestival in unterschiedlichen Berlinern Stadtbezirken die lokale Kolonialgeschichte beleuchten und sich mit den problematischen Nachwirkungen dieser Geschichte bis in die heutige Zeit auseinandersetzen. Zudem entwickelt das Projekt eine Online-Kartierung, die koloniale und postkoloniale Erinnerungsorte in Berlin, in Deutschland und in seinen ehemaligen Kolonien sowie deren Verbindungen dokumentiert.

„Postkoloniales Erinnern in der Stadt“ wird von einem Verbund aus den drei
Nichtregierungsorganisationen Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD), Each One Teach One e.V. (EOTO) und Berlin Postkolonial e.V. sowie dem Stadtmuseum Berlin getragen und vom Landesnetzwerk Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) e.V. unterstützt. Zudem ist eine enge Zusammenarbeit mit bezirklichen und städtischen Museen geplant.

Gefördert wird das Modellprojekt von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie von der Kulturstiftung des Bundes.

Aufgaben der Projektkoordination:

  • Konzeptionelle Weiterentwicklung des Gesamtprojekts in Zusammenarbeit mit den Projektträgern
  • Koordination und wissenschaftliche Leitung der Projektaktivitäten gemeinsam mit den Teilprojektleitungen
  • Organisation und inhaltliche Begleitung der am Projekt beteiligten Gremien (Steuerungsgruppe/ Beirat)
  • Kommunikation mit den am Projekt beteiligten Trägern und Fördermittelgebern
  • Projektpräsentation und Kommunikation mit Medienvertreter*innen in Zusammenarbeit  mit der Öffentlichkeitsarbeit und den Projektträgern
  • Koordination von Zuarbeiten und Erstellung von Sachberichten für die Kaufmännische Leitung im Stadtmuseum Berlin

Anforderungen

  • Abgeschlossenes Studium oder vergleichbare Qualifikation, bevorzugt Geistes- und Sozialwissenschaften, mit Kenntnissen in postkolonialer Theorie, Rassismus Kritik, Kulturpolitik und angrenzenden Feldern
  • Mehrjährige Erfahrungen in Projektleitung und -management im kulturellen Bereich
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und öffentlichen Akteuren
  • Kenntnisse zu Konzepten, Strategien und zum Forschungsstand zur Kolonialgeschichte und deren Folgen, koloniales Erbe und postkoloniale Gegenwart
  • hohe Diversitätskompetenz und Auseinandersetzung mit Rassismus und Empowerment von Schwarzen Menschen
  • Verhandlungs- und Textsicherheit in der deutschen Sprache (C2), Sehr gute Englischkenntnisse (C1)
  • Erfahrung in Presse und Öffentlichkeitsarbeit von Vorteil

Wir bieten:

Eine enge Zusammenarbeit mit der migrantisch-diasporischen und postkolonialen Zivilgesellschaft Berlins, dem Stadtmuseum Berlin sowie ausgewählten Bezirksmuseen. Wir bieten die Herausforderung an einem langfristigen Projekt mit verschiedenen Akteuren in einem Modellprojekt mitzuwirken, das lokal angelegt ist und über die verschiedenen Bezirke weit über die Stadtgrenzen wahrgenommen werden soll, um einen gesellschaftlichen Prozess der Dekolonisierung zu initiieren und zu vertiefen.

Die Position wird Anstellung mit Vergütung in Anlehnung an TVöD VKA in der Entgeltgruppe 13, zunächst als Teilzeitstelle (50, mit Option der Aufstockung auf 75 % (in den Jahren 2021 und 2022) bzw. 100 % (in den Jahren 2023 und 2024) angeboten.

Wir begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von Schwarzen Menschen und People of Color. Die Gleichstellung aller Bewerber*innen nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes wird unsererseits gewährleistet. Anerkannte Schwerbehinderte oder diesen gleichgestellten behinderten Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie auf eine Schwerbehinderung ggf. bereits in der Bewerbung hin.

Vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch das Land Berlin.

Wir bitten um elektronische Einreichung der Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Arbeitszeugnisse in einem pdf) bis zum 06. März 2020 an:

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD)
Tahir Della, E-Mail: bewerbung@isdonline.de


Im Rahmen des Projektes "Inklusive Hoschule" wurde an der Universität Rostock ein Online-Tutorial für barrierefreie Dokumentenerstellung aufbereitet. Der Online-Kurs bietet die Möglichkeit, die eigenen Dokumente (Word, Excel, Powerpoint, PDF) zu überprüfen und neu angelegte Dokument barrierefrei zu gestalten.

Der Kurs ist öffentlich zugänglich - weitere Information erhalten Sie hier.

Zum Online-Kurs gelangen Sie hier.


Mitreden können!

Hallo, wir sind das Bündnis „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade Berlin.

Wir kämpfen für eine Welt, in der Menschen nicht ausgeschlossen werden. Dazu organisieren wir seit 2013 jährlich die Parade in Berlin. Wir wollen damit erreichen, dass behinderte und verrückte Menschen in der Gesellschaft mehr wahrgenommen werden. Wir wollen die Öffentlichkeit sensibilisieren und über Erfahrungen, Ausgrenzungen und Forderungen von behinderten und verrückten Menschen aufklären. Außerdem bieten wir Menschen, die als behindert oder verrückt ausgegrenzt werden, die Gelegenheit, sich selbstbewusst auf den Straßen Berlins zu zeigen. Mit der Parade werden ehrenamtlich aktivistische Arbeit, Protest und gemeinsames Feiern von Vielfalt zusammengebracht. Mit dieser Kombination sollen auch Menschen angesprochen werden, die sich auf klassischen Demonstrationen nicht wohlfühlen. Wir wollen dabei selbst möglichst inklusiv sein. Wir freuen uns, dass so viele verschiedene Menschen die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade organisieren - seit diesem Jahr auch gehörlose Menschen. Deshalb haben wir Gebärdensprachdolmetscher*innen gefunden, die für uns dolmetschen. Weil die Dolmetscher*innen von ihrer Arbeit leben, wollen wir sie auch dafür bezahlen. Wir brauchen deswegen Geld für Dolmetscher*innen. Wir zahlen für eine Stunde dolmetschen in Deutsche Gebärdensprache 50 Euro. Wir treffen uns wöchentlich, jedes Treffen dauert 2 bis 3 Stunden. Deswegen brauchen wir immer 2 Dolmetscher*innen. Insgesamt brauchen wir für den Rest des Jahres also 8.500 €. Wir freuen uns, wenn ihr unterstützen wollt, dass mehr und verschiedene Menschen die Parade mitgestalten können. Jeder Euro zählt, ob als Familie, WG, Einzelperson oder Gruppe. Trööööt!

Fragen? Dann meldet euch bei uns: pride-parade@gmx.de

Weitere Infos auf www.pride-parade.de und www.facebook.com/PrideParadeBerlin/

Hier geht es zum Spendenaufruf: https://www.gofundme.com/behindert-amp-verruckt-feiern-pride-parade-berlin


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