Hinweise und Tipps

Buchcover des Buches
Buchcover

In den letzten zwei Jahrzehnten ist die LGBT-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) in einer im Vergleich zu anderen Menschenrechtsbewegungen beispiellosen Geschwindigkeit gewachsen.
Phillip M. Ayoub zeichnet die jüngere Geschichte dieser transnationalen Bewegung in Europa nach. Er zeigt, wie das »Coming-out« die marginalisierte Gesellschaftsgruppe ins Zentrum der politischen Debatte rückte und ihr zu längst fälligen Rechten verhalf. Neben der Analyse der von der Bewegung vertretenen Normen steht vor allem die Frage im Zentrum, warum die gesellschaftsrechtliche Anerkennung der LGBT-Minderheiten in den jeweiligen Staaten so unterschiedlich verläuft.

 


Datum: 23.-24.6.2017

Ort: Evangelische Akademie Tutzing

Veranstalter_innen: Bayerische Netzwerk Genderforschung & Gleichstellungspraxis (NeGG)

Diskutiert werden die Gefährdungen pluralistischer Demokratie durch autoritäre, fundamentalistische Rhetoriken und Praxen, die nicht zufällig trouble mit gender und diversity haben. Die Referierenden analysieren soziale, politische und kulturelle Aspekte von Rassismus und Populismus in ihren Bezügen zu gender und Diversität. Sie greifen auch mediale und auch akademische Formen der Auseinandersetzung in nationalen wie trans- oder internationalen Kontexten auf. Die Tagung richtet sich gleichermaßen an Forschende und Studierende wie an Expert_innen aus Professionen und Interessierte.

Weitere Informationen finden Sie hier.


veranstaltet durch die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit NRW e.V.

Zeit und Ort: 17.11.2016 in Wuppertal

Welches Wissen haben wir über Rassismus, welches nicht?

Der Workshop gibt Impulse, an welchen Stellen Weißsein und Rassismus in unserer Arbeit relevant ist, wie dadurch unser Kontakt mit den Mädchen* beeinflusst wird und wie eine rassismuskritische weiße Perspektive und Haltung in der Mädchen_arbeit aussehen kann.

Zielgruppe: Diese Veranstaltung richtet sich an weiße, mehrheitsdeutsche Pädagog_innen der Mädchen_arbeit

Referent_in: Kim Annakathrin Ronacher ist Kulturwissenschaftlerin, Systemische Coach und freiberufliche Trainerin für politische Bildung zu den inhaltlichen Schwerpunkten: Rassismuskritik/ Ciritical Whiteness, Diversity & Antidiskriminierung und Gender. Ausserdem ist sie Beraterin für diversitysensible Team- und Organisationsentwicklung.

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Dieser Band versammelt Beiträge, die Geschlecht, Sexualität, Behinderung, Religion, Kultur, Ethnizität und Klasse als machtförmige, verwobene und ambivalent aufeinander bezogene Dimensionen diskutieren. Sie analysieren die Wechselwirkungen struktureller Verhältnisse, diskursiver Formationen und subjektiver Ein- und Umarbeitungen in ihrer Komplexität, Gleichzeitigkeit und Widersprüchlichkeit.


Mit Beiträgen u.a. von Theresia Degener, Sabine Hark, Encarnacion Gutierrez Rodriguez und Nira Yuval-Davis.


Über heteronormative Machtmechanismen und die Verletzlichkeit nonkonformer Geschlechter

›Neue‹ Existenzweisen der Geschlechter wie z.B. Transgender, Intersexuelle, Transsexuelle und Crossdresser_innen sind längst Alltag.

Was bedeutet es, wenn geschlechtlich nonkon- forme Personen von massiven Gewalt- und Diskriminierungswiderfahrnissen berichten, die gesellschatlich unbekannt und/oder nicht anerkannt werden?

Die vorliegende Studie befasst sich mit dieser Leerstelle der Gewaltforschung. Geschlechtlich nonkonforme Personen, die sich selbst beispielsweise als ›Transgender‹, ›Interqueer‹, ›Quee- rer Transboy‹, ›Lesbian Boy‹, ›Transfrau‹, ›Transmann‹ oder ›Butch‹ verorten, berichteten in 18 qualitativen Interviews und in einer Gruppendiskussion von ihren Gewalt- und Diskriminierungswiderfahrnissen. Die Analyse systematisiert die verschiedenen Dimensionen der Diskriminierung und Gewalt, und befasst sich mit den Möglichkeiten zum Widerstand. Im Fokus stehen Auseinandersetzungen mit der Subjektkonstituierung, mit dem Coming Out, mit der zweigeschlechtlichen Architektur, mit sexueller Gewalt und Gewalt in Normierungsinstanzen. Aus poststrukturalistischer Perspektive zeigt die Gewaltstudie Funktionsweisen heteronorma- tiver Machtverhältnisse auf und veranschaulicht, dass geschlechtliche und sexuelle Eindeutigkeit in binären Systemen ein heteronormatives Privileg darstellt.


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