Methode

Bingo

 

Dauer: 10-20 Minuten

Autor_in/ Organisation: Bildungsteam Berlin Brandenburg e.V.

Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahre

Material: Vorbereitete Bingo-Zettel und Stifte

Lernziele/Verwendungsmöglichkeiten: Wissen - Mit den anderen in Kontakt kommen - Namen lernen - Sensibilisierung für den Unterschied zwischen einem einfachen Unterschied (z.B. Geschmack) und Unterschieden, die mit Dominanzverhältnissen verknüpft sind, Fertigkeiten und Kompetenzen - Das Prinzip der Reziprozität (der Gegenseitigkeit) erleben; hier bedeutet dies, sowohl gefragt zu werden wie auch zu fragen (Hierzu können Sie den Text „Über Unterschiedlichkeit und Herrschaft in der Bildung“ lesen) - Nach gesellschaftlichen Unterschieden fragen zu können - Gesellschaftliche Unterschiede zu sehen - Individuelle Unterschiede zu akzeptieren

Kurzbeschreibung und Vorbereitung: Bingo ist ein Kennenlern-Spiel in dem alle sich gegenseitig (vorbereitete) Fragen stellen und gestellt bekommen. Dabei können die Fragen unterschiedliche Ebenen ansprechen. Die Fragen sollten auf die Gruppe zugeschnitten sein.

 

Anleitung:

  1. Zunächst erklären sie die Übung: „Ihr stellt anhand des Bingo-Zettels den anderen aus der Gruppe Fragen. Wenn du jemanden findest, der_die eine der vorliegenden Fragen mit JA beantworten kann, schreibst du seinen_ihren Namen in das betreffende Feld. Jeder Name darf nur einmal vorkommen. Zugleich kannst du von den anderen nach demselben Prinzip befragt werden. Wenn du zwei Reihen voll hast, rufst du Bingo! Die Reihen ergeben sich längs, quer und diagonal.“
  2. Wenn die Erklärung abgeschlossen ist, bekommt jede_r einen Zettel und es kann losgehen. 
  3. Wenn jemand Bingo! hat, wirft die Moderation einen kurzen Blick auf den Zettel, um zu schauen, ob das Spiel wirklich schon beendet ist oder ob sich nicht zum Beispiel ein Name doppelt. Ist das Spiel beendet, können sich alle setzen und der_die Gewinner_in liest sein_ihre Reihen vor. Auch andere können noch Reihen vorlesen, wenn sie möchten. Nun können sie danach fragen: - War es schwierig manche Fragen zu stellen? - War es schwierig manche Fragen zu beantworten? - War es einfacher zu antworten oder zu fragen? - Habt ihr Frage-Reihen verlassen, weil ihr manche Fragen nicht stellen wolltet? - Worin unterscheiden sich Fragen z.B. in Bezug auf die Lieblingsfarbe von denen, die z.B. danach fragen „ob man mit einem allein erziehenden Elternteil lebt“?

 

Wichtige Rahmenbedingungen: Bingo kann in Gruppen bis zu 25 Personen durchgeführt werden. Mindestanzahl 12. Da Bingo darauf basiert, sich die schriftlich vorgegebenen Fragen zu stellen, ist es Voraussetzung, dass alle lesen können. Erfahrungen mit Methode Selbst in Gruppen, die sich schon kennen (wie z.B. Schulklassen), haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich die Teilnehmenden gerne die Fragen stellen, denn oft wissen sie doch wenig voneinander.

Variationen der Methode: Bingo kann auch erst beendet werden, nachdem die dritte Person zwei Reihen ausgefüllt hat. Das hängt von der Lust ab, mit der die Teilnehmenden die Fragen in den Kästchen beantworten wollen.

Bezug Intersektionalität: Bingo ermöglicht es den Teilnehmenden abwechselnd zu fragen und gefragt zu werden. Dieses Prinzip der Gegenseitigkeit (Reziprozität) vermeidet es, dass Personen darauf festgelegt werden, immer als der_die Andere gefragt zu werden.

Schlagworte: Intersektionalität, Mehrfachzugehörigkeit

Link/PDF-Download: Download des Bingo-Bogens und der Methodenanleitung: http://www.dissens.de/isgp/methoden2.php#bingo

Einstellungsdatum: 07.03.2012

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