Methode

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

 

Dauer: 30 Minuten, je nach Intensität.

Autor_in/Organisation: Diese Methode ist von GLADT e.V. im Projekt «HeJ – Handreichungen für emanzipatorische Jungenarbeit» entwickelt worden. Sie kann frei eingesetzt, weiterentwickelt und weiterempfohlen werden. Über Feedbacks freuen wir uns unter info[at]GLADT.de.

Zielgruppe: Jugendliche ab 14 Jahre

Material: Jeweils vier gleiche Kärtchen mit derselben Aussage (Vorlage zum Download unter: hej.gladt.de -> Material -> Methoden) in einem Umschlag, eine Pinnwand oder Flip-Chart, Magnete oder Klebeband, um die Aussagen anzubringen.

Lernziele/Verwendungsmöglichkeiten: Bei dieser Übung geht es um Vorurteile gegenüber «Anderen». Sie bietet sich zur Vorbereitung an, wenn mit Jugendlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensweisen thematisiert werden sollen.

Ziele: Vorurteile aufdecken, Vorbereitung auf eine Diskussion über Geschlechterrollen und sexuelle Orientierungen

Durchführungsschritte/ Instruktionen: An das Flip-Chart oder die Pinnwand werden vier Spalten gezeichnet. Die Spalten erhalten die Überschriften: heterosexuelle Frauen heterosexuelle Männer lesbische Frauen schwule Männer. Der Reihe nach wird ein Umschlag gezogen und die Aussage, die darin vier Mal vorhanden ist, wird vorgelesen. Die Person, die «ihre» Aussage einer oder mehreren oder keiner Spalte zuordnen und die Entscheidung begründen. Nutzen Sie im Vorfeld das Glossar in der Anlage (siehe Link am Ende der Seite) um Begriffe für sich zu klären, damit Sie gegebenenfalls Fragen der Jugendlichen sofort beantworten können.

Auswertung: Die Auswertung sollte während des Zuordnungsprozesses erfolgen. Wenn viele Aussagen allen vier Spalten zugeordnet werden, sollte die Frage aufkommen, warum dann überhaupt Unterschiede gemacht werden. Andernfalls sollte darüber gesprochen werden, warum bestimmte Eigenschaften/Bilder bestimmten Geschlechtern/sexuellen Orientierungen zugeordnet werden.

Fragen können zum Beispiel sein: Welche Erfahrungen hast du? Kennt jemand entgegengesetzte Beispiele? Wichtige Rahmenbedingungen Gruppengröße: mindestens sechs Personen Variationen der Methode Wenn Sie sich im Thema sicher fühlen, verweisen Sie auf Bisexualität, Trans*-Identität, Asexualität etc. Wenn Sie mehr Zeit haben, entwickeln Sie die Aussagen («Vorurteile») erst mit der Gruppe, um nach einer langfristigen Beschäftigung diese Übung als Abschluss einzusetzen. Die meisten Menschen werden zu Heterosexuellen erzogen, weil Eltern und Umfeld davon ausgehen, dass das die Norm ist. Manche Menschen stellen in ihrer Jugend fest, dass sie nicht zu dieser Norm gehören (wollen) und haben ein so genanntes «Coming-out», andere erst viel später im Leben, unter Umständen nach einer Ehe und/oder, wenn sie schon Kinder haben. Weisen Sie im Verlauf der Übung darauf hin, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen nichts Statisches ist und dass sie sich auch mehrmals im Leben ändern kann.

 

Schlagworte: Diskriminierungsformen/soziale Kategorien, Gender, Sexualität, Sexismus, Homophobie, Trans*phobie

Link: hej.gladt.de

Einstellungsdatum: 27.03.2012

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