Forschungsprojekt

Grenzenlos normal? Aushandlungen von Gender aus handlungspraktischer und biografischer Perspektive

 

Projektdurchführende: Dr. Kerstin Bronner, Fachhochschule St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, Industriestrasse 35 CH-9400 Rorschach, fon: 0041-(0)71-8444866, email: kerstin.bronner[at]fhsg.ch

Projektzeitraum: Abgeschlossenes Forschungsprojekt; 2011 erschienen im transcript-Verlag, Bielefeld.

Kurzdarstellung: Dieser Untersuchung liegen zwei miteinander zusammenhängende Fragen zugrunde: zum einen werden anhand von Interaktionen in Fastnachtszusammenhängen Thematisierungen und Aushandlungen kultureller Gender- und Heteronormativitätszuschreibungen in sozialen Praxen direkt aufgespürt. Zum anderen wird danach gefragt, welches Gewicht Gender und Heteronormativität in biografischen Prozessen zukommt, und – im Sinne ei-nes intersektionellen Forschungsblicks - welche Relationen sich zu anderen sozialen Ungleichheitskategorien zeigen. Es geht folglich gleichermaßen um konkrete Prozesse von "doing gender", „doing heteronormativity“ und "doing difference" wie um lebensgeschichtliche Dimensionen von Gender, also darum, wie Gender Biografien strukturiert und zugleich in ihnen hervorgebracht wird. Um die meist implizit wirksame Aushandlung sozialer Differenzlinien bzw. kultureller Zuschreibungen so umfassend wie möglich aufspüren zu können, bildet eine Methodenkombination aus themenzentrierten narrativen Interviews, ethnografischen Beobachtungen sowie einem umfassenden reflektierten Kontextwissen den forschungsmethodischen Rahmen der Untersuchung.

Projektart und Projektförderung: Dissertation an der Universität Tübingen, gefördert durch ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung.

Inter-/Disziplinäre Zuordnung: Promotion im Fach Erziehungswissenschaft, allerdings interdisziplinär angelegtes Forschungsdesign: erziehungswissenschaftliche und soziologische Theoriebezüge; kulturwissenschaftliche und ethnografische Perspektiven auf Hand-lungsabläufe, Kulturen und Sozialstrukturen.

Stichworte: Schwerpunkt auf Gender und Heteronormativität, durch intersektionelle Perspektive „Erweiterung“ auf/ Zusammenhänge mit Alter, Herkunft, Region, Bildung, Le-benssituation, subjektive Positionierungen im sozialen Kontext, individuelle Interessen

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